Messaris Senior Research Analyst: Der aktuelle Zustand bei NFTs ist miserabel

  • Ryan Watkins von Messari hat eine Twitter-Tirade gestartet, in der er NFTs für ihren Mangel an wirtschaftlicher Inklusivität verurteilt, obwohl Influencer das Gegenteil predigen.
  • Als mögliche Lösungen empfiehlt er die Aufhebung der Liefergrenze von 10.000 digitalen Sammlerstücken und die Abschaffung der Whitelist.

NFTs – Non-Fungible Tokens – ist eines der Krypto-Buzzwords, die in der Branche und darüber hinaus zum Trend geworden sind. Der Hype ist so groß, dass Google Ende letzten Jahres mitteilte, die Zahl der Suchanfragen nach „NFT“ überträfe die nach „Krypto“. Die YouTube-Chefin sprach kürzlich darüber, NFTs auf YouTube zu bringen, um Content-Providern zu Einnahmen zu verhelfen. Ripples XRP-Ledger unterstützt NFTs. Und laut Dune Analytics verzeichnete der führende NFT-Marktplatz OpenSea bis zum 18. Januar ein Handelsvolumen von 3,8 Milliarden US-Dollar.

Ryan Watkins, Senior Research Analysts bei der Krypto-Datenbankfirma Messari, ist jedoch der Meinung, dass sich die Branche derzeit in einem traurigen Zustand befindet. Watkins meldete sich heute auf Twitter zu Wort und äußerte in mehreren Postings seine Ablehnung von NFTs.

Wohin treibt die NFT-Branche?

Zum einen glaubt er, dass die NFTs Demokratisierung und Gleichheit bestenfalls heucheln, nur um dann einen exklusiven Club für Reiche zu bieten. Dies zeigt sich seiner Meinung nach an den hohen Eintrittskosten und den exorbitanten Preisen digitaler Sammlerstücke.

„Für eine Branche, die Demokratie und Zugänglichkeit predigt, ist es eine Ironie, dass die am meisten gefeierten Projekte auf Exklusivität und Luxus beruhen. Es ist frustrierend, neue Leute in das Web 3 einzubinden, um ihnen dann mitzuteilen, dass der Eintrittspreis einem Jahreseinkommen entspricht.“

Watkins zufolge hatten diejenigen, die vor zwei Jahren in den NFT-Bereich eingestiegen sind, Glück, da die Bedingungen damals günstiger waren. Diejenigen, die heute einsteigen wollen, sehen sich jedoch mit hohen Einstiegshürden konfrontiert. Sie müssten oft „Müll“ kaufen, weil sie sich nichts anderes leisten könnten. Watkins zitiert außerdem den Twitter-Nutzer @elindinga, der sagt: „Blue-Chip-NFT-Besitzer – mit Ausnahme von Punks im Moment – werden zu den neuen akkreditierten Investoren.“ Zu den erwähnten digitalen Sammlerstücken gehören Crypto Punks und Bored Ape Yacht Club (BAYC), die für bis zu zehn Millionen Dollar verkauft werden.

Was tun?

Eine Lösung für diese Probleme wäre laut Watkins zunächst die Ausweitung der Sammlung von Profilbild-NFTs über die 10.000er-Grenze hinaus. Dies würde seiner Meinung nach die Eigentumsverhältnisse erweitern. Wer digitale Sammlerstücke anbietet, sollte auch keine Whitelists aufsetzen dürfen, weil die nur dafür sorgen würden, dass die Reichen noch reicher werden. Whitelists wurden in der Vergangenheit eingesetzt, um frühe Unterstützer eines Projekts auszuzeichnen und „Gaskriege“ zu verhindern. Dabei bekommen Kunden ihre Krypto-Wallet-Adressen – meist Ethereum-Adressen – vorab für eine zukünftige NFT-Münze „genehmigt“.

Watkins merkt an, dass er nichts gegen Luxusprodukte und exklusive Gemeinschaften habe. „Wenn das aber alles ist, was die NFT-Welt zu bieten hat, was sagt das über das aus, was wir aufbauen?“ fragt er, und fährt fort, die Kryptobranche sei recht gut darin gewesen, globale Talente und Möglichkeiten zu präsentieren. Jeder könne seine eigenen NFTs prägen und sie an ein globales Publikum vermarkten.

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