DASH: Ryan Taylor schlägt Wechsel zum Proof of Stake vor

  • Um die Entwicklung des DASH Ökosystems zu fördern und die Auswirkungen von „Boom-and-Bust“-Zyklen auf den Preis zu mildern, hat der CEO der Dash Core Group den Wechsel zu einem Proof of Stake vorgeschlagen.
  • Eine Abstimmung über die Vorschläge von Ryan Taylor muss noch erfolgen.

Ryan Taylor, CEO der Dash Core Group, hat kürzlich einen Vortrag im Rahmen des Dash Evolution Open House 2019 gehalten. Angesichts der schlechten Kursentwicklung von Dash im Jahr 2019 schlug Taylor vor, neue Anreizmechanismen zu schaffen, um die Entwicklung des Ökosystems zu fördern. Taylor erklärte, dass der derzeitige Proof of Work (PoW) für Miner derzeit sehr unrentabel ist und einen Verkaufsdruck auf den Kurs von DASH auslöst.

Um diese Aussage zu verstehen, muss man die Arbeitsweise des PoW von DASH verstanden haben. Im Gegensatz zu Bitcoin funktioniert Dash’s PoW ein wenig anders. Neben den Minern gibt es noch eine weitere zweite Netzwerkebene. Diese zweite Schicht umfasst die Masternodes (Full Nodes), welche die DASH spezifischen Funktionen PrivateSend, InstantSend und das dezentrale Governance- und Budgetsystem ermöglichen. Zudem überwachen die Masternodes das Netzwerk.

Sie besitzen die Macht, falsch gebildete Blöcke von Minern zurückzuweisen und stimmen über die Verwendung des Budgets ab. Aufgrund ihrer großen Bedeutung für das Netzwerk erhalten die Masternodes 45% des Block Rewards. Die Miner, welche für die Verifizierung der Blöcke zuständig sind, erhalten deshalb auch „nur“ 45% des Block Rewards, während die übrigen 10% an das Budgetsystem von DASH gehen.

Führt DASH einen Proof of Stake ein?

Auf der jüngsten Dash Evolution Open House Veranstaltung hob Taylor hervor, dass dieses Modell für die schlechte Performance von DASH im Jahr 2019 verantwortlich sein könnte. Um das Problem zu lösen, schlug Taylor mehrere mögliche Lösungen vor, darunter die Änderung der Verteilung des Block Rewards sowie den Umstieg vom derzeitigen Proof of Work zu einem Proof of Stake Modell.

Taylor erklärte in seiner Präsentation, dass die meisten Gewinnmargen der Miner für die Deckung der Ausgaben, wie Strom und Ausrüstung sofort ausgegeben werden müssen. Deshalb verkaufe ein Großteil der Miner die neu erzeugten DASH sofort, was den Preis von DASH dauerhaft unter Druck setzt. Aufgrund der einzigartigen Masternode-Architektur von DASH und der dadurch bedingten geringeren Belohnung für die Miner seien die Auswirkungen von „Boom-and-Bust“-Zyklen auf den Preis von DASH besonders stark.

Dash erreichte im 20. Dezember 2017 sein Allzeithoch bei 1.448 USD. Bei einem aktuellen DASH Kurs von rund 50 US-Dollar entspricht dies einem Rückgang gegenüber dem Allzeithoch von über 96 Prozent. Um die Probleme zu lösen, schlug Taylor eine Reihe von radikalen Änderungen an der Struktur von Dash vor.

Unter anderem zog Taylor in Betracht, dass die Dash Core Group den Proof of Work abschaffen könnte und zugunsten einer anderen Konsensmethode, wie einem Proof of Stake oder einem Masternode Netzwerk ersetzen könnte, um große Preisanomalien zu minimieren. Eine andere Lösung könnte darin bestehen, den Prozentsatz des Block Rewards, der an die Miner geht, weiter zu senken. Ein anderer Vorschlag sah die Senkung der Emissionsrate vor, um den Inhabern eine attraktivere Inflationsrate zu bieten.

Da Dash eine dezentrale autonome Organisation (DAO) ist, müssen alle potenziellen Änderungen zunächst in der Gemeinschaft diskutiert und im Rahmen einer Abstimmung der Masternode verabschiedet werden. Insofern bleibt abzuwarten, wie sich die DASH Community entscheidet.

Nachfolgend kannst du dir die Präsentation (ab 2:47:00) ansehen.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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