Warum Chinas Anti-Bitcoin-Aktion eine großartige Entwicklung auslösen könnte

  • Trotz der laufenden chinesischen Blockade-Maßnahmen gegen Bitcoin, die einen eklatanten Preissturz verursachten, findet David Marcus, Chef von Facebook Financial (F2), dies sei eine großartige Entwicklung für die Kryptowährung.
  • Jim Cramer von CNBC war verblüfft über den Bitcoin-Kursverlauf, da der aktuelle Mining-Engpass beim Bitcoin eigentlich dessen Knappheit verstärken und ihn daher verteuern müsste – tut er aber nicht.

In den letzten 7 Tagen hat Bitcoin fast 20% Kursverlust verbuchen müssen. Er wird weitgehend den äußerst effektiven Maßnahmen Chinas gegen das Mining zugeschrieben, die angeblich aufgrund von Umweltbedenken, mangelndem Wert und Verwendung von Bitcoin für kriminelle Aktivitäten nötig geworden waren. Doch ist Chinas Vorgehen gegen Bitcoin mittel- und langfristig wirklich schädlich für die Kryptowährung? David Marcus von Facebook ist überzeugt, das Gegenteil sei der Fall, und es sei der Beginn einer großartigen Entwicklung für Bitcoin.

Je nach Sicht der Dinge hatte China 90 Prozent der Mining-Hash-Rate unter Kontrolle. Das ist ein gefährliches Maß an Konzentration, ganz besonders in einem Land, das durch die Diktatur einer Partei-Oligarchie regiert wird. Marcus, der neben seinem Facebook-Job auch Vorstandsmitglied des Krypto-Projekts Diem, ehemals Libra, ist, bemerkte auf Twitter, dass die Verlagerung der Bitcoin-Mining-Power von China in die USA und andere Regionen eine gute Entwicklung sei, weil sie die Dezentralisierung sicherstelle.

In den letzten Wochen haben mehrere US-Bundesstaaten ihre Bemühungen verstärkt, Krypto-Unternehmen und speziell Bitcoin-Miner anzuziehen.

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Einige in der Bitcoin Community stimmen dem zu, sprechen von einem vorübergehender Rückgang, der größtenteils eine Überreaktion sei, da der Markt sehr empfindlich ist.

Wenn das Bitcoin-Mining über die ganze Welt verteilt ist, wird in Zukunft eine regulatorische Änderung in einer Region Bitcoin nicht so stark beeinträchtigen, wie es derzeit zu beobachten ist.

Wie geht es nun weiter mit Bitcoin?

Der aktuelle Kursverlauf hat auch für staunen bei Jim Cramer von CNBC gesorgt. Er fragte, wie es möglich ist, dass eine Verknappung des Bitcoin-Minings zu einem Kursabsturz anstatt zu einem Kursanstieg führt.

Cramer erklärte, dass die aktuelle Verknappung das Narrativ der Knappheit verlängern sollte, was die Investoren ermutigt, mehr zu akkumulieren. Nach Ansicht des Markt-Analysten wäre dies bei Gold sicherlich der Fall. Er glaubt daher, dass der aktuelle Kursabsturz nicht ausschließlich auf Chinas Mining-Blockade beruht. Cramer glaubt, dass Bitcoin aus strukturellen Gründen nicht steigen wird.

Andere Marktbeobachter sehen ihre Auffassung bestätigt, dass sich die chinesische Regierung durch Kryptowährungen bedroht fühlt. Sie könnten nämlich den Erfolg  der geplanten regierungseigenen Digital-Währung verhindern.

Nachdem der Bitcoin kurzzeitig unter 32.000 Dollar gefallen war, hat er wieder an Schwung gewonnen und liegt wieder über 33.000. Nach dem anfänglichen Schock versuchen Investoren, die Preise wieder über 35.000 zu heben. Der Widerstand bei $40.000 wird der digitale Vermögenswert nun mehr denn je meiden. Marktforscher PlanB ist sogar immer noch optimistisch, dass auch die Barriere von 40.000 Dollar überwunden werden kann und dass Bitcoin das Jahr mit einem Kurs 135.000 Dollar beenden wird.

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John Kiguru ist ein scharfsinniger Autor mit großer Leidenschaft für Kryptowährungen und deren zugrunde liegender Technologie. Er durchsucht das Netz den ganzen Tag über nach neuen digitalen Innovationen, um seine Leser über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

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