Chinesische Firmen wollen Markenschutz im Metaverse – trotz Zentralbank-Warnung

  • Chinesische Unternehmen, darunter Huawei, Tencent und Hisense, haben die Registrierung ihrer Metaverse-Anwendungen beantragt.
  • Der virtuelle Raum scheint Kapital magnetisch anzuziehen und dürfte in einigen Jahren Billionen Dollar wert sein, aber die chinesische Regierung blockiert jegliche Aktivitäten.

Chinesische Unternehmen wollen einsteigen in die viel gepriesene Metaverse-Technologie und ihre zahlreichen Anwendungen. Mehr als tausend von ihnen haben Anträge auf Metaverse-bezogene Markenrechte eingereicht.
Seit den Anfängen der Kryptowährungen haben sich die chinesischen Behörden strikt gegen digitale Vermögenswerte ausgesprochen. Es wurden Verbote und Beschränkungen für Krypto-Vermögenswerte verhängt, wobei das diesjährige umfassende Verbot von allem, was mit Krypto zu tun hat, wahrscheinlich das umfangreichste war.
Im November gab die chinesische Zentralbank während eines nationalen Gipfels zur Finanzsicherheit eine Warnung zum Metaverse und zu NFTs heraus. Laut Auffassung der Bank, haben diese digitalen Vermögenswerte keine physische Grundlage. Dies mache sie anfällig dafür, in großem Umfang für illegale Aktivitäten genutzt zu werden. Dazu gehörten unter anderem „illegale Geldbeschaffung, Schneeballsysteme, Betrug, Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Erpressung“.

Chinesische Unternehmen drängen in das Metaverse

Die Bank deutete ein mögliches Vorgehen gegen das Metaverse und gegen NFTs an, das genauso hart ausfallen würde wie das Verbot von Kryptowährungen. Die Zentralbank forderte die Regulierungsbehörden auf, die Entwicklung virtueller Vermögenswerte „konsequent auf hohem Niveau“ zu beobachten. Sie schlug vor selbst bestimmte Aspekte zu untersuchen, um die oben genannten Risiken zu identifizieren und zu bewerten.
Ungeachtet dieser Warnungen haben sich chinesische Unternehmen beeilt, Marken-Namen mit Metaverse-Bezug wie „Metaverse-Satellit“ und „Metaverse-Ausstellung“ zu registrieren. Nach Angaben der South China Morning Post hatten bis Sonntag über 1.360 Firmen 8.534 solcher Anträge eingereicht.
Die meisten dieser Unternehmen sind HiTech-Großunternehmen, darunter Huawei und Hisense. Huawei beispielsweise beantragte ein „Metaverse OS“ und Hisense will die Rechte an mehreren Metaverse-Marken in Bereichen wie soziale Dienste, Werbung und Wissenschaft anmelden. Auch der Spiele-Produzent Tencent ist dabei, der die Registrierung von fast 100 Metaverse-bezogenen Anwendungen beantragt hat. Darunter sind Namen wie „QQ Metaverse“, „QQ Music Metaverse“ und „Kings Metaverse“.
Neben der chinesischen Zentralbank hat auch Chinesische Volkszeitung, das offizielle Organ der Kommunistischen Partei Chinas, ähnliche Warnungen ausgesprochen. Am 9. Dezember wies die Zeitung auf das hohe Volatilitätsrisiko beim Verkauf von Metaverse-Immobilien hin.

Wachstum von NFTs und virtuellen Räumen

NFTs verzeichnen weiterhin eine steigende Nachfrage, was sich in den zahlreichen Metaverse-Anwendungen in China widerspiegelt. Laut dem NFT-Verkaufstracker Crypto Slam wurden allein in der vergangenen Woche 580,7 Millionen Dollar mit NFTs umgesetzt. Der gesamte Markt hat inzwischen einen Wert von mehr als 7 Milliarden Dollar, eine Zahl, die Prognosen zufolge im nächsten Jahr auf 17,7 Milliarden Dollar ansteigen wird. Im November hatte Grayscale, ein Verwalter von digitalen Vermögenswerten bekanntgegeben , dass sich die weltweit aktiven Metaverse-Wallets seit 2020 verzehnfacht haben. Die virtuellen Räume könnten in den nächsten Jahren eine massive Verbreitung erfahren, was Marktchancen im Billionen-Dollar-Bereich eröffnen würde.

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