Chainlink und Tezos steigen in den DeFi Markt ein

  • Das Aave Protokoll wird die dezentralen Oracle Dienste von Chainlink nutzen, um Daten über Preise und Kreditzinsen zu sammeln.
  • Tezos Capital CEO Jonas Lamis wird im ersten oder zweiten Quartal dieses Jahres die StakerDAO, welche auf der Tezos Blockchain operiert, lancieren. 

Die beiden Krypto-Projekte Chainlink (LINK) und Tezos (XTZ) steigen in den Markt für dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) ein. Während Chainlink dem Ethereum basierten Projekt Aave seine dezentralen Oracle Dienste bereitstellt, startet Tezos Capital CEO Jonas Lamis die StakerDAO. Für Chainlink ist es nach Binance und Synthetix bereits die dritte Partnerschaft im Bereich der DeFi.

Das Aave Protokoll nutzt Chainlinks Oracles

Das erst am 08. Januar 2020 im Ethereum Mainnet gestartete Projekt Aave wird die Oracle Technologie von Chainlink nutzen, um Preisdaten über die dezentralen Orakeldienste zu erhalten. Das Aave-Protokoll führt ein innovatives Tokenisierungsmodell im Vergleich zu den derzeit auf dem Markt erhältlichen zinstragenden Token wie cDAI/Chai ein. Anstatt durch einen Wechselkurs gegenüber dem Basiswert definiert zu werden, sind die Aave-Zinstoken (kurz: aToken) 1:1 an den Wert des Basiswertes gebunden und erhöhen sich im Saldo und nicht im Wert.

Wie es in dem Blog-Beitrag zum Launch des Aave Protokoll heißt, sind Flash-Darlehen das innovativste Merkmale des Aave-Protokolls. Mit Flash-Krediten können Nutzer sofort, ohne Sicherheiten zu benötigen, Geld leihen. In dem Beitrag schreibt das Unternehmen (frei übersetzt):

Entwickelt für Entwickler/Personen mit einigen technischen Kenntnissen, ermöglichen Flash-Darlehen einen maßgeschneiderten, Smart Contracts, um Vermögenswerte aus unseren Reservepools innerhalb einer Transaktion zu leihen, unter der Bedingung, dass die Liquidität an den Pool zurückgegeben wird, bevor die Transaktion endet. Wenn dies nicht geschieht, wird die Transaktion rückgängig gemacht.

Zum Launch verfügt Aave über 16 verschiedene Token, davon 5 Stablecoins, die im Aave-Protokoll hinterlegt und ausgeliehen werden können: BAT, DAI, ETH, KNC, LEND, LINK, MANA, MKR, REP, TUSD, USDC, USDT, WBTC, ZRX, SUSD und SNX.

Das Aave Protokoll nutzt für seine Dienste die dezentralen Oracles von Chainlink, um Off-Chain-Daten zu sammeln, einschließlich der Preise und Kreditzinsen. Die Arbeit mit Chainlink stellt sicher, dass das Aave-Protokoll durch und durch dezentralisiert ist, wie Isa Kiv von Aave erklärte:

Wir freuen uns auch über die Einführung des Aave Oracle, powered by Chainlink und die Sicherung von 16 Kryptowährung-Preis-Feeds! Aave ist das erste Kreditprotokoll, das Off-Chain-Daten für die Berechnung von Kreditzinsen über ein dezentrales Netzwerk von Preis-Orcales nutzt, was einen wichtigen Schritt für die DeFi darstellt.

Tezos erhält Pendant zu MakerDAO

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Tezos Capital CEO Jonas Lamis. Er hat die StakerDAO ins Leben gerufen, eine dezentralisierte, autonome Organisation (DAO). Diese versucht die Welt des dezentralen Finanzwesens (DeFi) mit dezentraler Governance zu verbinden. Lamis erklärte in einem Medium Beitrag, dass Tezos eine 80-prozentige Beteiligung an On-Chain-Governance-Entscheidungen besitzt. Zur Gründung des Projekts sagte er:

Gleichzeitig beobachtete ich die Entwicklung der Governance bei Tezos und MakerDAO und sah, dass eine Gemeinschaft von informierten und motivierten Entscheidungsträgern, die das langfristige Wachstum von Projekten steuern, wahrscheinlich ein besseres Modell ist als eine strenge zentrale Kontrolle. Ich habe diese beiden Konzepte zusammengefügt, um StakerDAO zu entwerfen.

StakerDAO ist grundsätzlich sehr ähnlich zu MakerDAO. Die StakerDAO (STKR)-Tokeninhaber stimmen darüber ab, an welchen Proof-of-Stake (PoS)-Netzwerken sie teilnehmen und ihre Erträge maximieren. Zudem sind sie für die Einreichung der monatlichen Staker-Vorschläge zuständig, wie z. B. für die Einführung eines neuen synthetischen Tokens oder eines Indexfonds.

Das ursprüngliche Konzept wurde im Oktober 2019 vorgestellt und soll in Q1 oder Q2 dieses Jahres eingeführt werden.

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About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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