Chainalysis startet Hilfsprogramm für Opfer von Krypto-Kriminalität

  • Krypto-Hacks und Ransomware-Angriffe erreichen einen neuen Höchststand.
  • Chainalysis startet ein Hilfsprogramm für Opfer von Krypto-Kriminalität.

Seit Anfang dieses Jahres liegt das Hauptaugenmerk der Anleger auf den sinkenden Kryptopreisen. Es gibt jedoch einen Bereich, dem viele keine Aufmerksamkeit schenken. Eine aktuelle Studie von CipherTrace zeigt, dass in den letzten 12 Monaten mehr Kryptowährungen legal als illegal genutzt wurden.

Der Studie zufolge machte die kriminelle Verwendung von Kryptowährung im vergangenen Jahr nur 0,15% des Transaktionsvolumens aller digitalen Währungen aus. Die Blockchain-Datenplattform Chainalysis kommt jedoch zu der Erkenntnis, dass die illegale Nutzung von Kryptowährung seit Anfang dieses Jahres zugenommen hat.

Aus diesem Grund hat Chainalysis das „Crypto Incident Response Program“ zur Bekämpfung von Krypto-Betrug eingerichtet. Er steht den Opfern von Krypto-Betrügereien oder Hackern rund um die Uhr zur Verfügung.

Das Chainalysis-Hilfsprogramm

Chainalysis kündigte seinen neuen Dienst am Mittwoch in einem Blogbeitrag an. Laut der Ankündigung war die Zunahme von Hacks und Ransomware-Angriffen der Grund für die Einführung des Dienstes. In dem Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass viele potenzielle Investoren das Vertrauen in die Branche verlieren würden, wenn die zunehmenden Fälle von Sicherheitsrisiken unkontrolliert blieben. In dem Beitrag heisst es:

„Firmen und Einzelpersonen, die Opfer von Krypto-Hacks geworden sind, sind unsere Zielgruppe für diesen Dienst. Auch Organisationen, deren Netzwerke gehackt wurden und die Hacker Krypto-Lösegeld gefordert haben, können den Dienst nutzen.“

Geschädigte können den Dienst zu jeder Tageszeit in Anspruch nehmen; so erhalten sie sofortige Unterstützung bei ihrem Problem. Der Dienst verfügt über ein Team von Experten mit Erfahrung im Aufspüren gestohlener Gelder. Die Experten sind auf unterschiedliche Teilgebiete spezialisiert, um den Bedürfnissen der Opfer gerecht zu werden.

In dem Beitrag heißt es weiter, dass sich die Experten mit den Strafverfolgungsbehörden und den zuständigen Stellen beraten, um die gestohlenen Gelder wiederzuerlangen.

Mehr Hacks und Ransomware-Angriffe

Daten der Chainalysis-Website haben ergeben, dass Ransomware-Angreifer zwischen Januar und Dezember 2021 über 730 Millionen Dollar gemacht haben. Kim Grauer, leitender Angestellte von Chainalysis, fügte hinzu, dass die durchschnittlichen Ransomware-Zahlungen im vergangenen Jahr um 34% gestiegen sind.

Der Grund dafür ist, dass die Angreifer begonnen haben, Top-Unternehmen, die viel Geld flüssig haben, ins Visier zu nehmen. Die Daten zeigen, dass Hacks und Ransomeware-Attacken seit Anfang des Jahres deutlich zugenommen haben.

Ein aktueller Branchenbericht von Immunuefi, einem Krypto-Sicherheitsunternehmen, zeigt, dass Hacker allein im ersten Quartal dieses Jahres mehr als 1,1 Milliarden Dollar abgezogen haben. Dieser Betrag ist fast achtmal so hoch wie im ersten Quartal 2021. Damals waren es 154 Millionen Dollar.

In dem Bericht von Immunuefi heißt es weiter, dass Hacker Cross-Bridge-Plattformen nutzen, um ihre gestohlenen Gelder zu sichern. Die meisten der in diesem Jahr gestohlenen Kryptogelder wurden auf den Cross-Bridge-Plattformen Ronin und Wormhole erfasst.

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