Laut Chainalysis-Bericht ist Krypto-Betrug um 65% zurückgegangen

  • Mit dem anhaltenden Krypto-Winter ist das „Geschäft“ auch für Hacker schwerer geworden.
  • Doch Defi-Anwendungen sind immer noch hohen Risiken ausgesetzt, gehackt zu werden.

Ein neuer Bericht über Krypto-Kriminalität zeigt, dass seit Beginn dieses Jahres weniger Menschen auf Krypto-Betrug hereingefallen sind. Dieser Rückgang der einschlägigen Kriminalität hängt mit dem Kursverfall digitaler Vermögenswerte und dem Ausstieg unerfahrener Kleinanleger aus dem Markt zusammen. Der Bericht, der am 16. August veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Einnahmen aus Krypto-Betrügereien seit Jahresbeginn bei 1,6 Milliarden Dollar liegen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das  einen Rückgang der Schadenssumme durch Krypto-Betrug um 65 Prozent. In dem Bericht heisst es;

„Die durch Krypto-Betrug entstandene Schadenssumme ist seit Beginn dieses Jahres synchron zum Bitcoinkurs gesunken. Es gab auch die geringste … Zahl einzelner Überweisungen an Betrüger.“

Eric Jardine, Autor des Berichts und Leiter der Chainalysis-Forschung zu Cyberkriminalität, erklärte, dass es in der Hausse in der Regel mehr gute als schlechte Investitionschancen gibt als in der Baisse. Deswegen werden in der Hausse tendenziell mehr Krypto-Anleger auf Betrügereien hereinfallen. Er fügte jedoch hinzu, dass die allermeisten Geschädigten Neueinsteiger im Markt sind.

Source: Chainalysis

Laut Statistik gibt es in einer Hausse viele Neueinsteiger in den Kryptomarkt. Laut Bericht sind die Ergebnisse durch die Betrügereien von Finiko und PlusToken 2021 beeinflusst worden, bei denen Hacker 3,5 Milliarden Dollar erbeutet hatten.

Die größte Einzelbeute aus Betrug betrug in diesem Jahr 273 Millionen Dollar. Die stammten von Juicyfields.io – der Plattform für Investitionen in Cannabis – wo den Investoren in den mit Cannabis verbundenen E-Growing-Dienst der Zugriff auf ihre Konten abgeschnitten wurde.

Anstieg der Krypto-Hacks

Obwohl die Höhe der Beute aus Krypto-Betrug insgesamt zurückgegangen ist, ist die Zahl der Krypto-Hacks gestiegen und zwar im Juli um 58,3 Prozent, wobei die Schadenssumme 1,9 Milliarden Dollar betrug.

Source: Chainalysis

Laut Jardine ist die Zunahme von Krypto-Hacks vor allem auf den massiven Anstieg der DeFi-Anwendungen zurückzuführen, ein Boom, der im letzten Jahr begonnen hat:

„Hacker können DeFi-Protokolle leicht ausnutzen, weil sie deren Open-Source-Code ausgiebig studieren und Schwachstellen identifizieren können.“

Jardine fügte jedoch hinzu, dass neuere Programmiersprachen für Smart-Contracts wie Solidity zu einer höheren Sicherheit von DeFi-Anwendungen führen könnten, da sie eine effizientere Code-Überprüfung erlauben.

In dem Bericht wird auch darauf hingewiesen, dass die meisten Hacker aus professionellen Hackergruppen wie der von Nordkorea unterstützen Lazarus-Gruppe stammen. Diese kriminelle Gruppe ist für fast 50 Prozent aller Krypto-Hacks verantwortlich. Der Chainalysis-Experte führte weiter aus, dass der kriminelle „Umsatz“ im Darknet ebenfalls zurückgegangen ist, und zwar um 43 Prozent.

Hauptursache dafür ist die Schließung des russischen Darknets – Stichwort: Hydra-Marktplatz – am 5. April 2022 durch deutsche Strafverfolgungsbehörden. „Darknet“ ist der Oberbegriff  für illegale Internet-Marktplätze, auf denen Transaktionen von Waren und Dienstleistungen fast ausschließlich per Kryptowährung erfolgen.

About Author

Paul is a cryptocurrency enthusiast from Canada, and since 2021 he has been writing about cryptocurrency for online news portals. He writes mostly news-related articles. Stay tuned to his posts to stay up to date with the crypto world.

Comments are closed.