USA: CFTC reicht Straf- und Schadensersatzklage gegen betrügerische Krypto-Unternehmen ein

  • Die Commodity Futures Trading Commission hat ein Krypto-Schneeballsystem aufgedeckt, mit dem über 170 Anleger um mehr als 44 Millionen Dollar betrogen wurden.
  • Neben ihrem Strafantrag gegen vier Unternehmen und deren Management fordert die Aufsichtsbehörde auch die Entschädigung der betrogenen Anleger.

In ihrem Engagement für den Anleger-Schutz hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) einen in großem Stil begangenen Krypto-Anlagebetrug auffliegen lassen.

Laut Mitteilung der Regulierungsbehörde vom 20. Mai waren an dem Schneeballsystem zwei Täter mit ihren Unternehmen beteiligt: Sam Ikkurty und Ravishankar Avadhanam sowie die Firmen Jafia LLC, Ikkurty Capital – auch bekannt als Rose City Income Fund – Rose City Income Fund II LP und Seneca Ventures.

Laut der von der CFTC eingereichten Klage haben die beiden Täter in von vorn herein betrügerischer Absicht über 44 Millionen Dollar von mindestens 170 Anlegern eingesammelt. Die Angeklagten lockten sie mit falschen Versprechungen von Einnahmen aus Investitionen in verschiedene Finanzanlagen. Die Liste umfasst Kryptowährungen, Derivate, Swaps, Rohstoffe, Warentermingeschäfte und sonstige Verträge.

Die Aufsichtsbehörde wirft den Angeklagten auch den illegalen Betrieb eines Warenpools vor, da dieser nicht bei der CFTC registriert war. Die Beklagten hatten nicht das geringste Interesse an den genannten Anlageformen, da ihre primäre Absicht darin bestand, zu betrügen.

CFTC will Schadensersatz durchsetzen

Laut der CFTC-Klage haben die Kriminellen das Schneeballsystem mindestens seit Januar 2021 betrieben. Dazu benutzten sie mehrere Kanäle, darunter eine Website und YouTube-Werbung. Investoren wurden nicht aus Anlage-Gewinnen, sondern mit dem Geld neuer Anleger bezahlt, das nie investiert worden war.

Die CFTC gibt an, die Täter hätten Millionen Dollar an eine Offshore-Firma und danach an eine ausländische Kryptobörse überwiesen. Es gibt keine Belege dafür, dass die Angeklagten diese Gelder wieder in den Pool eingezahlt haben.

Die CFTC beantragt nun neben der Strafverfolgung auch die Entschädigung der betrogenen Anleger und eine dauerhafte Unterlassungsverfügung. Als weitere Strafen empfiehlt die Aufsichtsbehörde, den Beklagten die Registrierung von Unternehmen zu untersagen und ihnen ein Berufsverbot im Bereich Finanzanlagen aufzuerlegen.

Bislang hat das zuständige Gericht das Einfrieren der Vermögenswerte der Angeklagten sowie die Aufbewahrung aller Unterlagen angeordnet. Außerdem hat es einen vorläufigen Konkursverwalter für etwaige weitere Anlegergelder eingesetzt, die noch eingehen könnten.

Auf der Suche nach Krypto-Schneeballsystemen

Im April gab der Chef der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), Gary Gensler, bekannt, seine Behörde und die CFTC kooperierten bei der Regulierung von Kryptowährungen. Zuvor hatte es ein Tauziehen zwischen den beiden Behörden über diesbezügliche Zuständigkeiten gegeben.

Die Klage gegen Ikkurt ist die jüngste in einer Reihe gleichartiger Verfahren, die die CFTC gegen Krypto-Kriminelle betreibt. Die Regulierungsbehörde reichte Anfang März eine ähnliche Klage gegen vier Beschuldigte ein, die für einen Schaden von weit über 40 Millionen Dollar  verantwortlich gemacht werden, und Mitte dieses Monats eine weitere Klage, bei der es um einen Schaden von 59 Millionen Dollar geht.

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