Celsius-Konkurs: Chef Alex Mashinsky hatte die Handelsgeschäfte geführt

  • Celsius-CEO Alex Mashinsky hatte kurz vor dem Crash die Handelsgeschäfte selbst geführt und dabei den Rat seiner Experten ignoriert.
  • Außerdem hatte er im September den Verkauf von GBTC-Aktien blockiert.

Die Financial Times berichtete, dass CEO Alex Mashinsky, schon im Januar Kontrolle über das Investment-Geschäft des Unternehmens übernommen hatte, und seine eigenen, erfahrenen Experten ständig überstimmte.

Der FT zufolge hat er zahlreiche fragwürdige Trades brachial durchgedrückt, wobei er sich über die Vorschläge von Finanzberatern hinwegsetzte. Auch soll er den Verkauf von Bitcoins im Wert von Hunderten Millionen Dollar angeordnet haben, allerdings waren das Anlagen von Kunden. 24 Stunden später soll er die Bitcoins zurückgekauft haben – mit 50 Millionen Dollar Verlust.

Mashinskys Investment-Geisterfahrten führten zu häufigen Zusammenstößen zwischen ihm und Frank van Etten, dem damaligen Chief Investment Officer von Celsius. Offenbar war Celsius-CEO von den Zinserhöhungen der Fed sehr überzeugt. Er wollte auch, dass die Mitarbeiter vorher mit dem Abbau von Risiken beginnen. Bis März 2022 bestätigte die Fed jedoch nicht, dass die Zinssätze angehoben werden würden.

Mehr zum Thema: Celsius-Pleite: Angeblich hatten die Kunden die Rechte an ihren Einlagen aufgegeben

Trotz der damaligen Volatilität des Kryptomarktes stürzten die Preise der Token nicht wie erwartet ab, und die Geschäfte des selbsternannten Chef-Händlers Mashinsky fuhren gründlich gegen die Wand, auch, weil elementare Sicherheitsprozeduren nicht eingehalten worden waren.

Wenige Monate später war die Insolvenz da. Im anschließenden Konkursverfahren kamen weitere Misswirtschaft und hohe Schulden ans Licht, wobei diese sogar nach oben korrigiert werden mussten.

Celsius prüft neuen Finanzierungsvorschlag

Berichten zufolge ist Celsius zurzeit in einem Umstrukturierungsprozess und prüft dabei verschiedene Finanzierungsoptionen. Celsius Anwalt Joshua Sussberg von Kirkland & Ellis, sagte, das Unternehmen ziehe Finanzierungspakete in verschiedenen Formen und Größen in Betracht.

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Angeblich plant man, eine Finanzierung aufzubringen, um die Liquidation zu vermeiden. Allein für August benötigt das Unternehmen zusätzliche Liquidität in Höhe von 66,4 Millionen Dollar. Bis Oktober dieses Jahres könnte die Bilanz des Unternehmens negativ werden. Nächste Woche wird sich das Celsius-Team mit Vetretern der Gläubiger treffen. Celsius liess mitteilen:

„Zu den Angelegenheiten, die in der jüngsten Anhörung behandelt wurden, gehört unsere Absicht, dass unsere Kunden jeden Wert erfassen, der mit dem jüngsten Anstieg von Krypto verbunden ist.“

Ein Bericht von Coin Report besagt, dass Celsius seine Schulden zu niedrig angegeben hat. Laut Coin Report  belaufen sich die aktuellen Schulden von Celsius derzeit auf 2,85 Milliarden Dollar, während das Unternehmen nur 1,2 Milliarden US-Dollar angegeben hat. Die Nettoverbindlichkeiten sollen 6,6 Milliarden Dollar betragen, während das gesamte verwaltete Vermögen 3,8 Milliarden Dollar beträgt..

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