Celsius-Chef wurde angeblich an Reise nach Israel gehindert

  • Eine Reise von Celsius-CEO Alex Mashinsky nach Israel wurde Berichten zufolge von den US-Behörden verhindert.
  • Die Liquidation von Celsius Network ist nach wie vor ein großes Problem, für das es noch keine Lösung gibt – Investoren-Gelder sind nicht in Aussicht.

Der Gründer und CEO von Celsius Network, Alex Mashinsky, wollte nach dem skandalösen Liquiditätsdesaster des Unternehmens angeblich die USA verlassen.
Vor genau zwei Wochen sperrte der Krypto-Kreditgeber alle Abhebungen, Swaps und Überweisungen von Kontenkontenmit dem Hinweis auf „extreme Marktbedingungen“. Danach beauftragte das Unternehmen Sanierungsanwälte und kontaktierte die Behörden, um seine Probleme zu lösen. Celsius gab auch bekannt, dass man alle Formen sozialen Engagements ausgesetzt habe.
Mashinsky hatte nur wenige Stunden vor der Ankündigung der Kontensperrungen den Twitter-Nutzer @mdudas der Falschbehauptungen über Celsius bezichtigt. Der hatte getwittert, es gebe Gerüchte über gesperrte Konten, was Mashinsky in einem inzwischen gelöschten Tweet als „FUD und Fehlinformation“ bezeichnete.

Drei Tage danach meldete sich Mashinsky erneut auf Twitter und bat Investoren und Kunden um Zeit und Geduld.

Ausreisestopp durch die US-Behörden

Laut Krypto-Investor Mike Alfred versuchte der Manager, die USA über den Flughafen Morristown in Richtung Israel zu verlassen. Er wurde jedoch daran gehindert, aber es bleibt unklar, ob er verhaftet oder nur an der Ausreise gehindert wurde. Alfred vermutet nun, dass Mashinsky bereits vom FBI kontaktiert und befragt wurde. Er sagt auch, es sei unwahrscheinlich, dass die Kunden in der Lage sein würden, die Vermögenswerte bald einzulösen:

„Es liegt jetzt in den Händen der Anwälte, wohl oder übel.“

Mashinsky wäre in Israel vermutlich sicher gewesen, denn er hat die meiste Zeit seines Lebens dort gelebt und in der israelischen Armee gedient. Die USA haben zwar ein Auslieferungsabkommen mit Israel, aber es gibt eine Klausel, die besagt, dass ein israelischer Staatsangehöriger nicht ausgeliefert werden kann, es sei denn, er hat eine Straftat begangen, bevor er die israelische Staatsbürgerschaft erhielt.

Nach Ansicht von Alfred zeigt der Fall Masinsky eine Schwäche der „einfachen Regel“, das Vertrauen der Anleger zu erhalten. Seit Mitte Mai, als die Renditen von Celsius zu sinken begannen, waren die Anleger sehr besorgt. Nun sind sie verständlicherweise nicht interessiert, die Kreditplattform zu retten, da es kaum Anzeichen gibt, dass sie je wieder profitabel wird.

„Banken sind nicht deine Freunde“

Neben den Regulierungsbehörden hat das angeschlagene Unternehmen auch die Aufmerksamkeit potenzieller Käufer auf sich gezogen. Der konkurrierende Kreditgeber Nexo und Goldman Sachs haben Celsius eine Übernahme angeboten. Das Unternehmen hat jedoch bisher auf keins der Angebote reagiert.
Das zweite Angebot ist für Celsius besonders fragwürdig, zumal Mashinsky nie ein Fan von Banken war. Bei einer seiner vielen Konferenzen trug er einmal ein T-Shirt mit der Aufschrift:

„Banken sind nicht deine Freunde“

Die Informationen über Mashinskys verhinderte Reise nach Israel waren bei Redaktionsschluss noch unbestätigt. CEL wird derzeit mit 0,79 Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in den letzten Tagen um 21,6 % gefallen war.

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