Solana, Cardano oder Polkadot: Wer ist der reale Ethereum-Killer?

  • Da Ethereum von Netzwerküberlastung geplagt und mit hohen Gasgebühren behaftet ist, könnten Cardano, Solana und Polkadot das Überholmanöver einleiten.
  • Cardano-Gründer Charles Hoskinson sagt, es gebe Platz genug für diese Netzwerke im Ökosystem.

Welche Kryptowährung kann der „Ethereum-Killer“ werden? Die Frage wird zunehmend Gesprächsthema in der Kryptobranche. Die Probleme von Ethereum – chronische Netzwerküberlastung und hohe Gasgebühren bei geringer Skalierbarkeit – werden immer deutlicher. Damit sind mögliche Substitute aufgetaucht, die um DeFi-Marktanteile konkurrieren.

Die größten Konkurrenten von Ethereum sind Cardano, Solana und Polkadot. Cardano ist eine Blockchain der dritten Generation. Das Netzwerk wurde entwickelt, um Probleme, die die Blockchain-Industrie plagen, durch streng von Experten überprüfte Upgrades und Updates zu lösen. Im Gegensatz zu Ethereum, das auf Proof-of-Work (PoW) basiert, verwendet Cardano einen umweltfreundlichen Proof-of-Stake (PoS) Konsensmechanismus. Ethereum will jedoch mit ETH 2.0 auf PoS umstellen.

Was das Transaktionstempo angeht, übertrifft Cardano Ethereum mit 250 Transaktionen pro Sekunde (TPS), während Ethereum nur 20 TPS erreicht. ETH 2.0 wird über einen Sharding-Mechanismus verfügen, der die Verarbeitung von 100.000 TPS ermöglichen soll. In der Zwischenzeit arbeitet Cardano an seinem Layer 2 Hydra, der theoretisch auf bis zu einer Million TPS skalieren könnte.

Ethereum-Killer oder …

Darüber hinaus sollen am Wochenende die Smart Contracts von Cardano eingeführt werden, womit Cardano sich im DeFi-Bereich platziert. Der mit Spannung erwartete Tag wird zeigen, ob das gut erforschte Design des Netzwerks auch im großen Maßstab funktionieren wird. Da sowohl bei Cardano als auch bei Ethereum signifikante Änderungen anstehen, ist es schwer, zu sagen, wer sich durchsetzen wird. Cardano ist bei der Marktkapitalisierung näher an Ethereum, aber zukünftige Ereignisse werden entscheiden, ob das zum Ethereum-Killer reicht.

Solana ist ein weiteres Netzwerk, das in den letzten Monaten Investoren für den eigenen Token SOL angezogen hat. Auch Solana versucht, den hohen Transaktionskosten und Skalierungsproblemen von Ethereum beizukommen. Gegenwärtig kann das Netzwerk 50.000-65.000 TPS verarbeiten, daher sind die Transaktionskosten mit durchschnittlich nur 0,00025 Dollar gering. Die von von Ethereum dagegen sind wesentlich höher und außerdem volatil. Die durchschnittliche Transaktionsgebühr lag laut BitInfoCharts am 9. September bei 48,178 Dollar. Im Moment verhindert die geringe Anzahl an Akzeptanzblöcken, dass Solana Ethereum überholen kann. Aber wenn Solana neue NFTs veröffentlicht, institutionelle Investoren an Bord holt und der Wert von Solana steigt, könnte sich das Blatt wenden.

Obwohl Polkadot weniger Schlagzeilen macht als die beiden anderen, wird es auch als potenzieller Ethereum-Killer gehandelt. Das Netzwerk vermeidet Überlastung durch Parachains, die mit der zentralen Relay-Chain verbunden sind. Die Funktion ermöglicht auch eine Cross-Chain-Kommunikation.

Auch hier könnte Ethereum mit seinem baldigen Sharding dasselbe erreichen. Polkadot muss möglicherweise auch stärker konkurrieren, da Cardano und Solana kürzlich die Marktkapitalisierung von DOT überholt haben.

… netzliche Koexistenz?

Insbesondere ist der Begriff „Ethereum-Killer“ ein eher scherzhaft aufzufassendes Schlagwort als eine tatsächliche, angestrebte Position. Ethereum dominiert die DeFi-Welt und sein Untergang hätte fatale Folgen für die oben genannten Coins. Daher befürworten viele ein Ökosystem mit mehreren Netzwerken anstelle eines Monopols. Cardano-Gründer Charles Hoskinson wurde sogar mit der Aussage zitiert, dass es Raum für alle gibt und es somit Koexistenz geben kann.

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