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Cardano: Hoskinson kündigt ‚Gerolamo‘ als Konkurrenz zu IBM’s Fabric an

  • IOHK plant mit ‚Gerolamo‘, welches eine permissioned und permissionless Infrastruktur für Cardano verbinden soll, in Konkurrenz zu IBMs Fabric zu treten.
  • Das Projekt soll eine „Benutzerbeschaffungsmaschine“ werden und Unternehmen sowie Behörden in das Cardano Ökosystem bringen.

Charles Hoskinson, Erfinder von Cardano, hat in einem neuen Video über die „permissioned vs. permissionless“ Architektur und die darauf aufbauende Onboarding-Strategie für Unternehmenskunden und Behörden gesprochen. Im Rahmen dessen konstatierte der CEO von IOHK, dass Unternehmen und Behörden aufgrund diverser Gründe, u. a. regulatorische Unsicherheit, zunächst ein permissioned System vorziehen, wenn sie den Einsatz eines Distributed Ledgers planen.

Laut Hoskinson ist Fabric von IBM in diesem Bereich marktführend, da sie ein permissioned System zur Verfügung stellen, in welchem ein Unternehmen die Kontrolle über den Konsens hat. Beispielsweise setzt Walmart auf Fabric und „zwingt“ die Lieferanten innerhalb der Lieferkette für Lebensmittel an dem System teilzunehmen, wobei Walmart die Kontrolle behält. Dieses System steht im Gegensatz zur permissionless Blockchain von Cardano, die ihren Konsens durch die Community erhält.

Um dennoch Unternehmenskunden anzuziehen, hat IOHK den Code für Cardano in der Art geschrieben, dass dieser „Blockchain-agnostisch“ ist. Hierfür dient auch Atala, das ein permissioned System beherbergt. Wie Hoskinson erklärte, sind beide Blockchains, Atala und Cardano, interoperabel miteinander, was es im Laufe einer Partnerschaft sehr wahrscheinlich macht, dass Unternehmen zu der permissionless Infrastruktur von Cardano wechseln:

In der Tat sagen viele, wenn wir fragen, wer die Infrastruktur betreibt, dass sie das nicht wirklich tun wollen. Und wenn man weiter in der Geschäftsbeziehung ist, kann man sagen: […] lassen Sie uns weitermachen und das mit einer permissionless Infrastruktur betreiben und sie sagen, okay, gut.

So könnten sich Deals, die IOHK bereits geschlossen hat, wie die Partnerschaft mit dem europäischen Land Georgien langfristig für das Cardano Ökosystem auszahlen:

Diese Abkommen, über die wir sprechen, zum Beispiel das Georgien-Abkommen, bringt uns mindestens 50.000 neue Nutzer pro Jahr und hat das Potenzial, auf Hunderttausende zu skalieren und in die Tourismusindustrie einzusteigen, wo es 10 Millionen Touristen pro Jahr gibt.

Hinzu kommt, dass sowohl Atala als auch Cardano die gleichen ID-Lösung, Prism, verwenden werden, sodass Nutzer barrierefrei zwischen den Plattformen hin und her wechseln können. Hinzu kommt, dass der neue Cardano Code sowohl in einer permissioned als auch permissionless Umgebung ausgeführt werden kann.

In Hinblick dessen schloss sich IOHK dem Hyperledger Konsortium an, um neuen Partner für die permissioned Version von Cardano zu finden. Das gesamte System wird, wie Hoskinson es nannte, eine „Benutzerbeschaffungsmaschine“ sein:

Tatsächlich handelt es sich hier um eine Benutzerbeschaffungsmaschine. Wenn wir ein Regierungsabkommen abschließen, wollen sie ein Problem lösen, und wir lösen das Problem mit den Vorteilen von Cardano. Denn wenn wir sie in ein Lieferkettensystem und ein Identitätssystem und all diese Dinge bringen, erhalten all diese Menschen unweigerlich eine wirtschaftliche Identität, die portierbar ist.

Hinsichtlich des genauen Zeitplans erklärte Hoskinson, dass die genauen Pläne noch erarbeitet werden, aber eine Umsetzung im Jahr 2021 erfolgen wird:

Dies ist etwas, das wir im Jahr 2021 vereinheitlichen werden. Wir schreiben gerade einen großen Vorschlag, um die Beteiligung von IOHK am Cardano-Ökosystem fortzusetzen. Einiges davon hat mit dem Aufrollen all der Innovationen zu tun, die wir uns ausgedacht haben und die nicht in den Anwendungsbereich des Abkommens von 2020 fallen, einiges davon hat mit aufkommenden Technologien der nächsten Generation zu tun, wie z.B. zk-rollups und rekursive SNARKs und alle Arten von Skalierbarkeitslösungen […] und einiges davon hat mit der Vereinheitlichung von permissioned und permissionless zu tun.

Hoskinson erklärte, dass das Projekt, welches permissioned und permissionless, verbinden wird, „Gerolamo“ heißen wird und im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Hyperledger Konsortium entwickelt wird und mit Fabric von IBM konkurrieren soll.

About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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