Kann sich die Kryptobranche selbst regulieren?

  • Cardano-Erfinder und -Entwickler Charles plädiert für eine Selbstregulierung der Kryptobranche – die Softwareentwickler würden es schon richten.
  • Viele führende Branchen-Akteure sehen es ähnlich, doch viele wollen einfach nur mehr Klarheit, und woher die kommt, interessiert sie weniger.

Am Donnerstag hatte der Ausschuss für Krypto und Blockchain des US-Repräsentantenhauses Cardano-Gründer Charles Hoskinson eingeladen, um über die Branche zu sprechen. Während des Treffens schlug Hoskinson vor, dass der Kongress Krypto-Vorschriften erlassen solle, die sie den Softwareentwicklern die Möglichkeit geben, sich um die Einhaltung der Vorschriften zu kümmern.

Der Hoskinson-Vorschlag

Hoskinson argumentierte, dass sein Vorschlag auf eine Regelung hinauslaufe, wie sie im Bankensektor schon lange etabliert ist. KYC-AML Prozeduren würden beispielsweise von den Banken selbst durchgeführt, nicht von Behörden wie der SEC und der CFTC.

„Was ich vorschlage, ist eine öffentlich-private Partnerschaft. Es müssen jedoch Grenzen gesetzt werden. Dann können Innovatoren wie wir die Software schreiben, die das möglich macht.“

Die Security and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sind die beiden größten US-Regulierungsbehörden, und sie konkurrieren nach wie vor miteinander, um die konkrete Aufsicht über die Kryptobranche.
Der republikanische Abgeordnete Austin Scott aus Georgia hielt jedoch dagegen, dass keine der beiden Organisationen über die personellen Ressourcen verfüge, um Tausende Kryptowährungen auf dem Markt zu regulieren. Hoskinson sagte jedoch, eine solche Regulierung könne standardisiert und automatisiert werden.

Ein System der Selbstzertifizierung

Er erklärte, dass digitale Währungen den Großteil der Regulierungsaufgaben automatisch erledigen könnten, da sie Daten speichern und übertragen können. Der Kongress solle der Kryptobranche die Gründung einer Organisation zur Selbstregulierung genehmigen.
Diese würde für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich sein, ähnlich wie es im privaten Bankensektor der Fall sei. Hoskinson schlug auch die Schaffung eines Selbstzertifizierungssystems vor. Ein solches System könne die Einhaltung der Vorschriften automatisch überwachen, sofern es nicht auf einen Fehler oder eine Anomalie stößt.
Wenn solche Fehler auftreten, müsste eine Finanzbehörde eingreifen und eine manuelle Überprüfung vornehmen. Hoskinson führte das Beispiel eines IRS-Audits bei allen Amerikanern an. Er erklärte, selbst wenn sich die Personalausstattung des Internal Revenue Service – des US-Bundesfinanzamts – vervierfachen sollte, es nicht genug Personal gebe, um alle US-Bürger zu überprüfen. Daher sollte der Mangel an Arbeitskräften kein Hindernis für eine Krypto-Regulierung sein.

Kryptos zur Transaktionsabwicklung

Hoskinson erklärte dem Abgeordneten Scott, es sei möglich ist, Kryptowährungen so zu programmieren, dass sie nicht für die Abwicklung von Transaktionen verwendet werden. Allerdings könne das System sie für die Abwicklung von Transaktionen freigeben, sobald die rechtlichen und notwendigen Prüfungen abgeschlossen seien. Die Aussagen des Cardano-Gründers lassen vermuten, dass es ihm nichts ausmachen würde, bei der Erstellung der neuen Richtlinien mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten.
Hoskinsons Einlassungen vor dem Kongress sind bereits auf der Website der IOHK verfügbar. Der Cardano-Gründer fügte hinzu, dass die Einhaltung der US-Vorschriften und -Gesetze eine Leitlinie für den Blockchain-Sektor sein würde.
Er warnte jedoch, dass die aktuellen Gesetze und Prüfungen, die seit fast 100 Jahren durchgeführt werden, nicht für die Blockchain-Technologie und Kryptos geeignet seien nd, da es sich um eine neue Technologie und Anlageklasse handele. Hoskinsons Forderung nach mehr Klarheit bei der Krypto-Regulierung deckt sich mit der Forderung von Branchenteilnehmern in den USA im vergangenen Jahr.

Mehr zum Thema: Charles Hoskinson begeistert sich für die Cardano-Roadmap 2022

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