Cardano: 90 kommerzielle Deals in der Pipeline, Anfragen für CBDC in Afrika

  • Cardano’s nächste Ära, Goguen, liegt weiter im Zeitplan, wobei sich die Veröffentlichung der Roadmap mit endgültigen Terminen verzögert.
  • IOHK hat 90 potenzielle, kommerzielle Deals für Cardano in der Pipeline.
  • Zentralbanken in Zentralafrika sind auf IOHK zugekommen und haben in Bezug auf eine CBDC vorgeschlagen „etwas zu machen“.

Charles Hoskinson, der Erfinder von Cardano, hat in einem neuen AMA über diverse Themen, Fortschritte und Pläne für die Cardano Blockchain informiert. Wie der CEO von IOHK verriet, wird es diesen Monat zwei bis drei neue Veröffentlichungen, „vom Node, zu Daedalus, zu anderen Dingen“ geben. Ein Fokus liegt momentan weiterhin darauf das Daedalus Wallet „schneller“ zu machen, unter anderem durch die Parallelisierung der Prozesse.

Innerhalb von Daedalus sind zudem aktuell diverse Projekte in Arbeit, wie das „Identity-Center“, ein „Voting-Center“, ein „QR-Center“ und ein „Paper Wallet-Center“. Hierzu bezahlt IOHK externe Firmen, die für jedes neue Feature „Packages“ mit dem Code erstellen, der dann einfach in Daedalus integriert werden kann.

Wie Hoskinson erklärte, würde es zu lange zu dauern, wenn nur das Core-Team von Daedalus alle neuen Funktionen allein programmieren müsste. So soll das „Voting-Center“ bis zum Fund #3 des DC Fund verfügbar sein. Das „Identity-Center“ soll hingegen bald möglichst einsatzbereit sein, weil es „sehr mächtig ist“ und Funktionen, wie Multi-Sig und „authentifizierte Adressen“ ermöglicht.

In Bezug auf Goguen teilte Hoskinson mit, dass sich IOHK dafür entschieden hat, nicht wie ursprünglich geplant zum monatlichen Update, die Termine für öffentlich zu machen. Hintergrund ist, dass das Management-Tool, welches die Fertigstellungstermine prognostiziert, noch „für ein bis zwei Wochen“ getestet werden muss, um dessen Genauigkeit zu validieren.

Grundsätzlich zeigte sich Hoskinson aber sehr zufrieden mit dem Fortschritt für Goguen und stellte auch klar, dass die Fertigstellung oberste Priorität hat. Entgegen einiger Behauptungen wird sich Goguen auch nicht verzögern, stattdessen müsse nur noch an der Genauigkeit der Vorhersagen gearbeitet werden. Letztlich werde Hoskinson als CEO von IOHK aber auch alle nötigen Schritte unternehmen, damit Cardano in 2021 im DeFi- und dApp-Markt wettbewerbsfähig ist:

Und noch einmal, mit dem Daedalus-Arbeitsablauf, bei dem wir die Dinge parallelisieren, dasselbe werden wir mit Plutus und Marlow tun. Und wir werden damit beginnen, Komponenten auszulagern, die nicht vom Kernteam entwickelt werden müssen. Und sie können parallel erledigt werden. […] Wenn es also einfach ein Problem von mehr Kosten ist und Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, werden wir das immer beschleunigen.

Denn ich möchte zu dem Business kommen Anwendungen zu entwickeln. Ich bin wirklich sehr gespannt auf den DeFi-Space, wirklich sehr gespannt auf die dApps und habe es satt, zu sagen: Lasst uns noch ein bisschen warten.

Für die Cardano Community erfreulich war auch die Ankündigung, dass IOHK bereits über 90 Projektpartner in der Pipeline hat. Diesbezüglich stellte Hoskinson via Twitter folgendes klar:

Nur eine klärende Bemerkung. Ich habe nicht gesagt, dass 90 Coins rüberkommen wollen, sondern dass das kommerzielle Team 90 potenzielle Deals in der Pipeline hat. Dies gesagt, sollte der erc20-Konverter die Dinge leicht in diese Richtung bringen.

Spannend dürfte für viele auch die Antwort von Hoskinson auf das Verhältnis von Cardano zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) gewesen sein. Laut dem CEO von IOHK sind bereits Zentralbanken in Zentralafrika auf ihn zugekommen und haben vorgeschlagen „etwas zu machen“:

Ich würde mir wünschen, dass Cardano ein Ersatz für den internationalen Zahlungsverkehr der Banken ist und dass alle Nicht-BIS-Banken, zu uns kommen und uns als Bindeglied benutzen. Wir haben einige Strategien für CBDCs, wir denken seit einer Weile darüber nach, und wir haben viele Banken in Zentralafrika, die an uns herangetreten sind und gesagt haben: „Hey, lasst uns etwas machen“.

Und eigentlich denke ich, es wäre wirklich cool, die Konzepte der CBDCs zu verbinden, nicht nur mit, okay, wir können etwas tokenisieren, sondern auch mit dem UBI-Konzept, sodass durch die Verwendung der Währung, die Transaktionsgebühren sich im Vermögensfonds anhäufen und man Dividenden an die Gesellschaft ausschüttet, weil es die Währung des Landes ist, es sollte Wohlstand für das Land schaffen. Das haben wir also tatsächlich vorgeschlagen.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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