Die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde erteilt Bifinity keine Betriebslizenz

  • Die britische Financial Conduct Authority sieht duch die Bifinity-Eqonex-Partnerschaft den Tatbestand der Umgehung der regulatorischen Anforderungen erfüllt.
  • Laut FCA besitzt mit Ausnahme von Binance Markets Limited kein anderes Unternehmen der Binance-Gruppe irgendeine Art der Betriebsgenehmigung im Vereinigten Königreich.

Als Binance am Montag, den 7. März, sein neues Zahlungstechnologie-Unternehmen Bifinity vorstellte, reagierte die die brititische Financial Conduct Authority (FCA) sehr schnell. Die oberste Finanzaufsichtsbehörde gab sofort eine Warnung heraus, dass Bifinity eine strategische Partnerschaft mit Eqonex eingegangen sei.

Die FCA erklärt, dass es sich um einen Versuch von Binance handeln könnte, die Geldwäsche-Vorschriften der FCA zu umgehen. Sie weist darauf hin, dass Bifinity Teil der Binance Group ist.

Zwar ist der strategische Partner von Bifinity Eqonex, zu dem jedoch ein Kryptounternehmen namens Digivault als Tochtergesellschaft gehört, das bei der FCA ordnungsgemäß registriert ist. Die Behörde hält es aber für problematisch, dass aufgrund dieser strategischen Vereinbarung „natürliche und juristische Personen, die Teil der Binance-Gruppe sind, durch diese Hintertür zu wirtschaftlichen Eigentümern von Digivault geworden sein könnten“.

Die Behörde macht außerdem darauf aufmerksam, dass außer Binance Markets Limited kein Unternehmen der Binance-Gruppe eine britische Betriebsgenehmigung hat. Somit hat Bifinity keine offizielle Lizenz für die Durchführung von regulierten Aktivitäten in Großbritannien. In einem Statement der Behörde heißt es:

„Aufgrund der von der FCA auferlegten Anforderungen ist es Binance Markets Limited derzeit nicht gestattet, ohne die schriftliche Zustimmung der FCA regulierte Aktivitäten durchzuführen. Diese Anforderung wurde eingeführt, weil Binance Markets nach Ansicht der FCA nicht effektiv beaufsichtigt werden kann. Dies ist besonders besorgniserregend im Zusammenhang mit der Zugehörigkeit von Binance Markets zur globalen Binance-Gruppe, die komplexe und hochriskante Finanzprodukte anbietet, die ein erhebliches Risiko für Verbraucher darstellen.“

Bifinity hat nicht automatisch eine Lizenz

Die FCA hat die Befugnis, die Zulassung eines Kryptounternehmens auszusetzen, wenn dieses die Vorschriften nicht einhält, zu denen die Verpflichtungen gehören, die sich aus dem Gesetz gegen Geldwäsche ergeben.

Die FCA teilte mit, ihr sei bekannt ist, dass Bifinity Eqonex Wandeldarlehen in Höhe von 36 Millionen US-Dollar gewährt hat.

Binance selbst wurde erstmals Mitte 2021 wegen fehlender Registrierung von der Aufsichtsbehörde verwarnt. Sie Behörde gab jedoch grünes Licht für den Betrieb der Tochterfirma Binance Markets Limited. Die FCA macht ausdrücklich klar, dass nicht jedes Tochterunternehmen der Binance-Gruppe automatisch eine Betriebsgenehmigung erhält.

Die jüngste Maßnahme der FCA ist eine Botschaft an andere Kryptounternehmen, die in Großbritannien tätig sind: Um in Großbritannien tätig zu sein, müssen Kryptounternehmen die Anti-Geldwäsche-Bestimmungen der FCA befolgen.

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