- Brasilien lehnt direkte Gespräche mit Trump über US-Zölle ab und forciert die Zusammenarbeit der BRICS-Staaten sowie wirtschaftliche Maßnahmen im Inland.
- Bitcoin steht vor unsicherer Zukunft, da die US-Zölle gegen die halbe Welt und latente Handelskriege auch dem globalen Kryptomarkt zusetzen.
Die Reaktion Brasiliens auf die US-Handelszölle hat auf den globalen Märkten, einschließlich der Kryptomärkte Besorgnis ausgelöst. Nachdem die US-Zölle auf brasilianische Waren auf 50% gestiegen sind, lehnte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Möglichkeit direkter Gespräche mit Präsident DonaldTrump ab. Stattdessen will er die Unterstützung der anderen BRICS-Staaten Russland, Indien, China und Südafrika gewinnen, um dem Druck der USA entgegenzuwirken. Da der Handelsstreit eskaliert, könnte auch der Bitcoinkurs von möglichen Verwerfungen betroffen sein .
Lulas Haltung zu US-Zöllen und Trump-Gesprächen
Der brasilianische Präsident Lula machte deutlich, dass er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf direkte Gespräche mit Trump einlassen würde. In einem Reuters-Interview äußerte er sich skeptisch über Trumps Bereitschaft, einen sinnvollen Dialog zu führen. Lula betonte, dass er eine Kontaktaufnahme nur dann in Erwägung ziehen würde, wenn seine Intuition darauf hindeute, dass Trump für ein produktives Gespräch offen ist, und fügte hinzu, dass er sich keiner Form des Versuchs einer Demütigung aussetzen werde.
Trotz der drohenden Zölle, die sich auf die brasilianische Wirtschaft auswirken werden, blieb Lula standhaft, sagte aber auch, seine Regierung werde nicht sofort Vergeltungsmaßnahmen ankündigen.
Stattdessen setzt die brasilianische Regierung vorrangig auf binnenwirtschaftliche Maßnahmen, wie die Unterstützung lokaler Unternehmen durch Kreditlinien und andere Exporthilfen, um die wirtschaftlichen Folgen der Zölle abzumildern.
Lula kritisierte auch die Einmischung der USA in die souveränen Angelegenheiten Brasiliens und verwies auf die frühere Beteiligung der USA am brasilianischen Militärputsch von 1964. Er betonte, dass Brasilien nicht zulassen werde, dass ausländische Mächte seine Innenpolitik diktieren, einschließlich der Entscheidungen der brasilianischen Justiz.
BRICS-Staaten als Gegengewicht
Anstatt die Handelsspannungen durch gegenseitige Zölle zu verschärfen will Lula sich an seine Amtskollegen der BRICS-Staaten zu wenden , um eine gemeinsame Antwort auf die Handelspolitik der USA zu finden. Er ist der Ansicht, dass multilaterale Maßnahmen weitaus wirksamer sind, als einzelne Länder, die allein gegen die USA stehen.
Lulas Äußerungen lassen vermuten, dass er sich mit dem indischen Premierminister Narendra Modi und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping treffen will, um eine gemeinsame Strategie gegen die US-Zölle zu formulieren.
Zwar gibt es noch keine formale Koordination innerhalb der BRICS, aber Lula sieht Potenzial für eine gemeinsame Front gegen Trump. Der brasilianische Präsident zog Parallelen zwischen der Solidarität der BRICS und der kollektiven Verhandlungsmacht, die er während seiner Zeit als Gewerkschaftsführer erfahren hatte.
Außerdem prüft Lula rechtliche Möglichkeiten, um die Zölle anzufechten. Er deutete an, gemeinsam mit anderen von der US-Handelspolitik betroffenen Ländern eine Sammelklage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen. Das Ergebnis einer solchen Klage könnte sich auf die globalen Märkte und damit auch auf Kryptowährungen wie Bitcoin auswirken, die häufig von internationalen Handelsstreitigkeiten und wirtschaftlicher Instabilität beeinflusst werden.
Auswirkungen auf Bitcoin und die globalen Märkte
Die zunehmenden Handelsspannungen zwischen Brasilien und den USA wirken sich auf die globalen Märkte aus, und Bitcoin ist da keine Ausnahme. Da die USA Zölle auf brasilianische Waren erheben, könnten sich Investoren von riskanteren Anlagen wie Bitcoin abwenden.
Beim Schreiben dieses Artikels bewegt sich Bitcoin zwischen 110.000 und 116.000 Dollar Diese enge Spanne könnte zu weiterem Abwärtsdruck auf den Kurs führen.
Bitcoin hat in der Nähe von 113.000$ Unterstützung gefunden, wobei sein 50-Tage exponentiell gleitender Durchschnitt (EMA) hilft, den Kurs zu halten. Der Widerstand um 116.000 erweist sich jedoch als schwer zu durchbrechen. Wenn Bitcoin unter seinen EMA bei 113.000 fällt, könnte er weiter fallen und möglicherweise erneut 110.000 Dollar testen.

Auch die technischen Indikatoren deuten auf einen rückläufigen Trend hin. Der RSI (Relative Strength Index) liegt bei 48 und zeigt damit ein schwaches Momentum an.
Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) hat seit Ende Juli ebenfalls nach unten gedreht, was darauf hindeutet, dass Bitcoin eine weitere Abwärtsbewegung bevorstehen könnte.
In der Zwischenzeit verzeichneten die Bitcoin-Spot-ETFs an vier aufeinanderfolgenden Tagen bis Dienstag Abflüsse in Höhe von 1,5 Mrd. $. Am Mittwoch gab es einen kleinen Zufluss, der jedoch nicht ausreichte, um die breiteren Abflüsse auszugleichen. Der Markt bleibt fragil.
Am Mittwoch kündigte Trump 100% Zoll auf alle Halbleiterimporte an. Da die Risikobereitschaft gering ist, könnten der gesamte Kryptomarkt stagnieren, bis die wirtschaftliche Unsicherheit nachlässt.

