Bloomberg-Analyst: Bitcoin-Kurs von 100.000 Dollar ist nur eine Frage der Zeit

  • Bloomberg bleibt bei der Einschätzung, dass Bitcoin 100.000 Dollar erreichen könnte.
  • Die Analysten prognostizieren eine Rallye von Bitcoin, Gold und Staatsanleihen.

Der leitende Rohstoff-Analyst von Bloomberg ist überzeugt, dass Bitcoin immer noch bei 100.000 Dollar gehandelt werden kann. Er prognostiziert auch einen weiteren Rückgang des weltweiten Ölpreises. Der Rückgang des Ölpreises, ein Indikator für Deflationstendenzen, würde die US-Notenbank dazu veranlassen, die Zinsen nicht weiter anzuheben. Eine kürzlich von der New Yorker Federal Reserve Bank durchgeführte Umfrage ergab einen deutlichen Rückgang der Inflationserwartungen in den USA.

Doch McGlone sieht in der Folge auch einen steigenden Goldpreis, möglicherweise schon kurzfristig bis 2.000 Dollar. Damit würde Bitcoin zu einer „High-Beta-Version“ des Goldes  und somit auch der Staatsanleihen werden.

Aber wie das mit Prognosen so ist: McGlone hatte auch vorhersagt, dass Bitcoin bis Ende 2021 bei 100.000 Dollar gehandelt werden würde. Wenigstens nennt er diesmal keine Jahreszahl, sondern sagt, es sei eine Frage der Zeit. Ja nee, is´ klar. Darauf würde ein durchschnittlicher Realschüler auch kommen,  ganz ohne Bloomberg-TV.

Der positive Arbeitsmarktbericht der letzten Woche, der für viele sehr überraschend kam, könnte die US-Notenbank allerdings tatsächlich dazu bringen, die Zinsen zumindest fürs erste nicht weiter anzuheben.

Im Juni hatte McGlone erklärt, dass eine „ermutigte“ US-Notenbank die wichtigste Determinante für den Aufwärts- oder Abwärtstrend von Bitcoin und generell des Kryptomarkts sein werde. Bitcoin wird derzeit bei 23.788 Dollar gehandelt, ist aber immer noch 65,4% von seinem Höchststand und rund 317% von  McGlones 100.000 Dollar entfernt.

Übergang zur risikofreien Anlage

Doch McGlone orakelt weiter: In einem Interview am 8. August erklärte er, Bitcoin werde in der zweiten Jahreshälfte wahrscheinlich zu einem risikofreien Vermögenswert werden, im Gegensatz zum Aktienmarkt. McGlone begründet dies mit der raschen Verschiebung des makroökonomischen Umfelds in Richtung einer Rezession.

Der Analyst sagte weiter, dass der Kryptomarkt den Großteil der spekulativen Exzesse, die den Markt im Jahr 2021 kennzeichneten, beseitigt habe. Daher sei der Markt nun bereit, eine neue Rallye zu starten. Es gebe mehrere positive On-Chain-Metriken, die bewiesen, dass es eine steigende Nachfrage nach Bitcoin gebe.

Mehr zum Thema: Bloomberg: Bitcoin könnte US-Staatsanleihen Konkurrenz machen

„Es wurden viel mehr verschiedene Adressen verwendet, eine Menge Nullsummen-Adressen. Viele glauben jetzt, dass Bitcoin ein globales digitales Pfand ist, und dass es ein größeres Risiko ist, nicht daran teilzuhaben.“

Dennoch nimmt das Angebot weiter ab. McGlone erwartet, dass die Rezession Bitcoin gegenüber Rohstoffen und Rohöl begünstigen werde. Bitcoin werde sich weiter erholen, da seine Akzeptanz weiter zunehmen werde. Daher werde Bitcoin in der zweiten Jahreshälfte eine Basis um die 20.000 Dollar-Marke bilden, ähnlich wie 2018, als er eine Basis um die 5.000 Dollar-Marke bildete. Bis Jahresende werden wir wissen, ob McGlones Bitcoin-Prognosen richtig sind, oder ob die Glaskugel vielleicht gegen Tarot-Karten ausgetauscht werden sollte.

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