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Bitcoin: War Satoshi Nakamoto ein Cypherpunk? Neue Doku liefert Einblicke

  • Ein neuer Dokumentarfilm hat eine Diskussion über den Hintergrund des Erfinders von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, ausgelöst.
  • Die Autoren legen Beweise vor, die zeigen, dass Nakamoto bis zur Veröffentlichung des Whitepapers von Bitcoin nie ein Cypherpunk war bzw. sich nicht für diese Bewegung interessierte.

Das digitale Magazin Reason hat mit der Veröffentlichung einer vierteiligen Dokumentationsreihe über die Herkunft der Cypherpunks begonnen. In der Krypto-Community hat der erste Teil, der vor wenigen Stunden veröffentlicht wurde, eine Debatte über die Ursprünge von Bitcoin und das Interesse seines Schöpfers, Satoshi Nakamoto, an der Cypherpunk Bewegung ausgelöst.

Bitcoiner Paul Sztorc leitete die Diskussion ein, indem er auf eines der Tweets von Jim Epstein, dem Chefredakteur von Reason, antwortete. In einem Thread teilte der Redakteur des Magazins Informationen über einige Interviewpartner des Dokumentarfilms mit, darunter den Mitbegründer und Geschäftsführer von Blockstream, Adam Back.

Sztorc sagte, er habe Beweise, die zeigen, dass Nakamoto bis zur Veröffentlichung des Whitepapers von Bitcoin nie ein Cypherpunk war oder sich nicht für diese Bewegung interessierte. Sztorc gab als Teil der angeblichen Beweise die Tatsache an, dass Nakamoto Wei Dai nicht kannte:

Es gibt tatsächlich eine Menge Beweise dafür, dass Satoshi kein Cypherpunk war. Oder zumindest war er nicht interessiert, bis es an der Zeit war, Bitcoin zu debütieren (…). Zweitens enthüllen seine E-Mails, dass er noch nie von ein paar großen Leuten wie Wei Dai gehört hat: Es gibt tatsächlich eine Menge Beweise dafür, dass Satoshi kein Cypherpunk war. Oder zumindest war er nicht interessiert, bis es an der Zeit war, Bitcoin zu debütieren.

Dai ist ein Cypherpunk, der wichtige Beiträge zur Kryptographie geleistet hat, einschließlich der Schaffung von b-money, das als ein Vorläufer von Bitcoin gilt. Irgendwann wurde ihm sogar die Schaffung von Bitcoin zugeschrieben, aber Dai selbst sagte, dass seine Beziehung zu Nakamoto und dem Bitcoin-Projekt „begrenzt“ gewesen sei.

Sztorc’s Hauptargument ist, dass Nakamoto den Namen von Dai erst nach der Veröffentlichung des Whitepapers von Bitcoin als einen der Einflüsse auf Bitcoin erwähnte, da er erst später von der Existenz von Dai’s Erfindung erfuhr, wie auf dem Bild unten zu sehen ist. Ein aktives Mitglied der Cypherpunk Gemeinschaft wäre schon lange vorher mit Dai’s Werk vertraut gewesen.

Bitcoin BTC

Source: https://twitter.com/dmkgll/status/1313700924523769857/photo/1

Satoshi Nakamoto und seine Vorsichtsmaßnahmen

Ein weiterer Punkt, den Sztorc anführte, ist die Verwendung des Microsoft-Betriebssystems durch Nakamoto, wie im obigen Zitat erwähnt. Adam Back antwortete jedoch auf den Tweet und sagte, dass dies möglicherweise ein absichtlicher Schritt von Satoshi gewesen sei, um keinen Verdacht zu erregen. Backs stärkstes Argument ist, dass die Maßnahmen, die Satoshi ergriffen hat, um seine Anonymität zu verhindern, bisher funktioniert haben.

Die Sache ist die, dass Satoshi die Opsec überhaupt nicht zu vermasseln schien, so dass wir im Grunde nichts wissen. Es gibt Pro- und Contra-Argumente für jede Theorie. Als jemand, der Remailer verwendet und betrieben hat, weiß ich, dass sicherheitsbewusste Menschen an Anon-Sets und Risikoeinschränkung sowie an die Stilometrie denken.

Back war auch einer derjenigen, die behauptet haben, dass Nakamoto bis zum Erscheinen des Whitepapers einen Teil der Vorläufer von Bitcoin (Bit-Gold, B-Geld) ignoriert haben könnte. Back schloss jedoch auch nicht aus, dass dies alles Teil von Nakamotos Versuch war, „nicht obskure Dinge zu zitieren, die nur einer kleinen Gruppe bekannt sind“. Der CEO von Blockstream behauptete, dass nur die Cypherpunks darüber nachdachten, wie man Hashcash, eine der Erfindungen von Back, als digitales Bargeld verwenden könne.

Back selbst ist einer der beliebtesten Verdächtigen in der Krypto-Community, der hinter der Erfinderidentität von Bitcoin steht. Zusätzlich zu seinem akademischen Hintergrund, seinem Schreibstil und seinem Wissen über Kryptographie (er wird in Bitcoins Whitepaper als Quelle zitiert) ist die E-Mail-Korrespondenz zwischen Back und Satoshi bisher geheim geblieben.

In jedem Fall wird Reason noch drei weitere Teile seiner Dokumentationsreihe veröffentlichen. Daher könnte sich die Diskussion weiter fortsetzen.

About Author

Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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