- Das Bezirksgericht von Florida entschied, dass der selbsternannte Erfinder von Bitcoin, Craig Wright, 160.000 Dollar an Anwaltskosten an Ira Kleiman zahlen muss.
- Kleiman verlangte 658.000 Dollar, aber das Gericht stellte fest, dass ungerechtfertigte zusätzliche Stunden und Gebühren hinzugefügt wurden.
Das Bezirksgericht der Vereinigten Staaten für den südlichen Bezirk von Florida begünstigte Ira Kleiman im Verfahren gegen Craig Wright, den Bruder des verstorbenen Partners von Wright, Dave Kleiman. Richter Bruce Reinhart entschied, dass der selbsternannte Bitcoin Erfinder die Anwaltskosten für Kleiman zu zahlen hat und setzte diese auf 160.000 Dollar fest.
Ira Kleimans Anwälte reichten ursprünglich eine Forderung von 658.000 Dollar ein, aber das Gericht erkannte nur einen Teil dieser Forderung an. Das Gericht benutzte die „Lodestar“-Methode, um zu berechnen, welche Gebühren und Dienstleistungen gültig waren. Auf der Grundlage dieser Methode befand der Richter, dass ein Teil der Anwaltskosten von Kleiman übermäßig hoch waren.
Das Gericht genehmigte nur den Betrag von 160.000 Dollar. Von diesem Betrag sind 113.000 Dollar für Anwaltskosten und 52.000 Dollar für andere Ausgaben bewilligt worden. Wight muss die Zahlung bis zum 30. März 2020 leisten. Damit markiert diese Entscheidung die zweite nachteilige Entscheidung für Wright im Laufe des März.
Vor einigen Tagen hat das Gericht Wright auch angewiesen, die Dokumente im Zusammenhang mit dem Tulip Trust vorzulegen. Dem Urteil zufolge hat Wright bis zum 12. März Zeit, um diese Dokumente vorzulegen. Zuvor hatte Wright sich geweigert, sie im Rahmen des Anwalts-/Mandantengeheimnisses vorzulegen. Das Gericht wies dieses Argument jedoch ab.
Tulip Trust Dokumente und Gerichtsverfahren noch in der Schwebe
Der Tulip Trust soll etwa eine Million Bitcoin enthalten, die Wright und Kleiman angeblich bei der Schaffung der Kryptowährung abgebaut haben. Diese Bitcoins werden dem Erfinder der Bitcoin, Satoshi Nakamoto, zugeschrieben. Wright hat den Fall jedoch nur verlängert, ohne definitiv zu beweisen, dass der Tulip Trust existiert und ob er tatsächlich der Erfinder von Bitcoin ist. Die meisten seiner angeblichen Beweise waren gefälschte Dokumente und Aussagen, die der Richter als falsch zurückgewiesen hat.
Der Fall ist indes weiterhin umstritten und hat eine große Debatte zwischen Wrights Anhängern und der Krypto-Community ausgelöst. Darüber hinaus waren an dem Fall Entwickler, Unternehmen wie Blockstream und sogar das Bitcoin Core-Team beteiligt. Wright beschuldigte sie, Teil eines Betrugs zu sein, um Dokumente im Zusammenhang mit dem Fall zu fälschen.
Es bleibt abzuwarten, wie Wright angesichts der jüngsten Gerichtsentscheidung vorgehen wird. Es ist noch nicht bekannt, ob Wright in der Lage war, die vom Gericht geforderten Dokumente vorzulegen. Aufgrund der weltweiten Notlage, die durch die Verbreitung von COVID-19 ausgelöst wurde, erlaubte das Gericht Wright jedoch am 11. März, weitere Erklärungen per Videoanruf abzugeben.
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