- Die führenden Analyse-Experten der Branche haben zum Jahresanfang Einschätzungen zur Zukunft von Bitcoin veröffentlicht. Sie zeichnen ein Bild zwischen Superzyklus und Low-Level-Konsolidierung.
- Bernstein erwartet starken Aufschwung, VanEck warnt vor Abkühlung. Die meisten Stimmen aus der DACH-Region sind optimistisch, nicht zuletzt wegen der dieses Jahr greifenden neuen EU-Regulierung.
Bernstein: Superzyklus als Grundannahme
Bernstein gehört aktuell zu den am lautesten schnaubenden Bitcoin‑Bullen. In seiner Analyse erwartet das Unternehmen einen mehrjährigen Superzyklus, der vor allem durch die RWA-Tokenisierung angetrieben werden soll.
Rücksetzer wie der schwache Jahresabschluss 2025 sind laut Bernstein keine strukturelle Gefahr, sondern „Kauf den Dip“ Chancen. Die Bernstein-Experten sehen Bitcoin 2026 bei rund 200.000 Dollar und begründen das mit einer fortschreitenden institutionellen Durchdringung des Marktes sowie einer generell wachsenden Bedeutung von Digital-Assets im globalen Finanzsystem.
VanEck: Zwischen aktueller Realität und Optimismus
Deutlich vorsichtiger zeigt sich Vermögensverwalter VanEck. Für 2026 erwartet man kein neues ATH, sondern eine Konsolidierungsphase. Der Kurs kann laut VanEck‑Analyst Matthew Sigel auf ein Zyklus‑Tief von etwa 75.000 Dollar sinken. Die Marktstruktur soll geprägt sein von sinkender Volatilität und einem Abbau von Leverage, was für Bodenbildung, nicht für starken Anstieg sprechen würde. Für 2027 ist man bei VanEck optimistischer. Sigel prognostiziert rund 180.000 Dollar, getragen von ETF‑Zuflüssen und institutioneller Zuwendung.
DACH‑Region
Im deutschsprachigen Raum überwiegen die optimistischen Stimmen. Schweizer Medien berichten von Experten, die Kursziele zwischen 150.000 und 250.000 Dollar für realistisch halten. Als Hauptargument wird das steigende institutionelle Interesse genannt, das den Markt nachhaltig stabilisieren und professionalisieren soll.

Deutsche Analysten wiederum betonen, dass Bitcoin trotz Rücksetzern oberhalb der Marke von 100.000 Dollar eine bemerkenswerte Stabilität zeige. Business Insider verweist darauf, dass viele Prognosen weiter steigende Kurse erwarten und saisonale Muster im vierten Quartal zusätzliche Dynamik erzeugen könnten.

