Bitcoin Preis crasht auf 6.800 USD – Neue Studie vermutet PlusToken Scam als Ursache

  • Innerhalb weniger Minuten erlebte der Bitcoin Kurs gestern einen plötzlichen Crash auf 6.800 USD.
  • Der Preissturz erfolgte innerhalb weniger Stunden, nachdem Chainalysis einen neuen Bericht zum PlusToken Scam veröffentlicht hat. 

Der Bitcoin Kurs hat gestern Abend, gegen 18:30 Uhr UTC, eine lange rote Kerze von 7.100 USD auf zweitweise 6.818 USD verzeichnet. Zusammen mit der führenden Kryptowährung fielen auch die Altcoins innerhalb weniger als zehn Minuten rasant: Ethereum (-7%), XRP (-8%), Litecoin (-8%), EOS (-8%) und Binance Coin (-9%) und erlebten einen Ausverkauf, infolge dessen rund sechs Milliarden US-Dollar aus dem Kryptowährungsmarkt geflossen sind. Die Gesamtmarktkapitalisierung sank von 193,7 Milliarden auf zweitweise rund 186,5 Milliarden US-Dollar.

Insbesondere der Preissturz von Bitcoin sorgt aktuell für Beunruhigung am Kryptowährungsmarkt, da die 6.800 USD-Marke ein technisch signifikantes Niveau darstellt. Zum Redaktionszeitpunkt handelt BTC bei 6.877 USD und befindet sich auf Messers Schneide.

Ist PlusToken für den Kurssturz von Bitcoin verantwortlich?

Die vermeintliche Ursache für den Preissturz war in der Krypto-Community schnell ausgemacht: PlusToken. Das in Asien beliebte Pyramidensystem gilt als einer der größten Betrugsfälle in der Geschichte der Kryptoindustrie. CNF hatte bereits mehrfach über PlusToken und dessen vermutlichen Einfluss auf den Kryptomarkt berichtet.

Chainalysis hat gestern, wenige Stunden vor dem Preissturz, einen neuen Bericht veröffentlicht, der besagt, dass 20.000 BTC und 790.000 ETH wahrscheinlich noch immer im Besitz der PlusToken Betrüger sind. Ob der gestrige Preissturz aber tatsächlich mit dem PlusToken Scam zusammenhängt, ist reine Spekulation. Chainalysis hat hierzu keine Stellung genommen. Womöglich hat der Bericht auch (wieder einmal) nur für Angst unter den Investoren gesorgt, infolge dessen die Ausverkäufe getätigt wurden.

Eigentlich beinhaltet der neue Chainalysis Bericht sogar positive Nachrichten. Wie das Analyse-Unternehmen feststellte, besitzt PlusToken vermutlich weniger Kryptowährungen, als zuvor von den chinesischen Medien berichtet wurde. Chainalysis schreibt, dass anstatt den bisher vermuteten 2 bis 3 Milliarden USD nur noch 20.000 BTC und 790.000 ETH (aktuell rund 242 Millionen USD) im Besitz der Betrüger sind. Laut dem Bericht konnte Chainalysis nur etwa 45.000 BTC und 800.000 ETH als „endgültig“ kontrolliert und gewaschen von PlusToken identifizieren.

Chainalysis glaubt, dass ein Teil des Vermögens, welches zeitweise 2 Milliarden USD in Kryptowährungen betrug, von PlusToken zurück an die Investoren gegeben wurde, um die Illusion einer hohen Rendite aufrechtzuerhalten. Infolge dessen sei der jetzige Besitz viel geringer, als bisher vermutet. Während bereits 25.000 BTC über die OTC-Plattform von Huobi liquidiert wurden, seien bisher nur 10.000 ETH ausgezahlt wurden. Dementsprechend kommen die neuen Schätzungen zum dem Ergebnis, dass PlusToken noch 20.000 BTC und 790.000 ETH besitzt, die sich in einem einzigen Wallet befinden.

Zusammenhang ist zumindest fraglich

Bereits seit Längerem steht PlusToken im Verdacht, für den seit Ende Juni anhaltenden Abwärtstrend verantwortlich zu sein. Zumindest die zeitliche Korrelation ist auffällig. Die ersten Verhaftungen der PlusToken Betrüger fanden etwas mehr als eine Woche vor dem Jahreshoch von Bitcoin bei 13.800 USD, am 26. Juni, statt.

Zwar erklärt Chainalysis in dem Bericht nicht, dass die Liquidationen von PlusToken den Bärenmarkt verursacht und den Preis von Bitcoin haben abstürzen lassen. Allerdings behauptet das Unternehmen, dass die Auszahlungen zumindest zeitlich mit dem Preisverfall von Bitcoin korrelieren und eine erhöhte Volatilität verursacht haben, wie die nachfolgende Grafik von Chainalysis zeigt.

chainalysis plustoken

Source: https://blog.chainalysis.com/reports/plustoken-scam-bitcoin-price

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About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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