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Bitcoin nicht im Fokus: G20 will bis 2022 ein Regelwerk für Stablecoins schaffen

  • Die G20 haben einen Bericht über globale Stablecoins (GSC) veröffentlicht und ihre Zusammenarbeit mit Weltbank, dem IWF und anderen bekräftigt.
  • Ein neues Regelwerk für Stablecoins soll bis Anfang 2022 eingeführt werden und in den Mitgliedsstaaten bis 2023 umgesetzt werden.

Der G20 Finanzstabilitätsrat (FSB) hat einen Bericht mit seinen Empfehlungen zur Regulierung und Beaufsichtigung von Stablecoins veröffentlicht. Das Dokument wurde nach der Veröffentlichung einer Studie des Gremiums erstellt, das Stablecoins als „potenzielles Risiko“ für die Weltwirtschaft qualifiziert hat. In den neu herausgegebenen Empfehlungen bekräftigt das Gremium nun erneut seinen Standpunkt.

Der Bericht qualifiziert Stablecoins als ein spezifisches Krypto-Asset mit „dem Potenzial, die Effizienz“ des Finanzmarktes zu verbessern. Er betont jedoch, dass ihre massive Adaption ein Risiko für die globale Finanzstabilität darstellt. Daher erklärt der FSB, dass es die Regulierung dieser Anlageklasse mit 10 „hochrangigen“ Empfehlungen fördern wird.

Die Empfehlungen folgen dem Prinzip „gleiches Geschäft, gleiches Risiko, gleiche Regeln“ und zielen darauf ab, die Fähigkeit der „verantwortungsvollen Innovation“ von privaten Unternehmen erhalten. Gleichzeitig betont das Gremium die Notwendigkeit nationaler Ansätze für globale Stablecoins. In diesem Sinne erklärte der FSB Folgendes:

Die Wahrnehmung einiger Funktionen einer GSC-Vereinbarung kann bedeutende grenzüberschreitende Auswirkungen haben. Die Empfehlungen betonen auch den Wert flexibler, effizienter, integrativer und multisektoraler Vereinbarungen über grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Koordination und Informationsaustausch zwischen den Behörden.

Fahrplan und institutionelle Koordination zur Regulierung von Stablecoins

Der Bericht bestätigt, dass das FSB mit anderen Finanzinstitutionen zusammengearbeitet hat, die für die Wirtschaftslandschaft von großer Bedeutung sind; unter anderem mit dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der FATF, dem Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS), dem Ausschuss für Zahlungsverkehr und Marktinfrastruktur (CPMI) und der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO).

Auf diese Weise erwartet das von der G20 geschaffene Gremium, einen koordinierten und gegenseitigen Arbeitsablauf mit den oben genannten Einrichtungen aufrechtzuerhalten:

Das FSB hat in Abstimmung mit den einschlägigen internationalen Organisationen und SSBs einen von der G20 geforderten Fahrplan zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs entwickelt. Die Behörden untersuchen die potenzielle Rolle neuer Zahlungsinfrastrukturen und sind sich in diesem Zusammenhang darin einig, dass ein angemessenes Risikomanagement innerhalb der GSRs und eine solide rechtliche Untermauerung als Grundlage für die Verwendung von Stablecoins in verschiedenen Rechtsordnungen einen wichtigen Baustein darstellen.

Nach dem von der Organisation ausgearbeiteten Fahrplan sollte es bis Ende 2021 oder Anfang 2022 eine neue Verordnung über Stablecoins geben. In diesem Zeitraum wird die Institution Anpassungen an den Kooperationsvereinbarungen vornehmen, die sie mit anderen internationalen Einrichtungen getroffen hat. Darüber hinaus werden auf nationaler Ebene die Regelungen der Mitgliedsländer an das neue Regelwerk angepasst. Die Agentur geht davon aus, dass sie bis 2023 die notwendigen Anpassungen vorgenommen haben wird:

Über das Jahr 2023 hinaus und um mit der Entwicklung der GSC-Vereinbarungen und der Marktentwicklungen Schritt zu halten, wird das FSB seine Empfehlungen weiterhin regelmäßig überprüfen, um mögliche Lücken zu ermitteln, und sie bei Bedarf aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie weiterhin relevant bleiben und weiterhin eine wirksame Regulierung, Aufsicht und Kontrolle der GSC-Vereinbarungen in allen Rechtsordnungen fördern.

Der neue G20-Bericht steht im Einklang mit Dokumenten, die von der Federal Reserve, der Europäischen Union und anderen internationalen Banken- und Regulierungsinstitutionen in den letzten Wochen herausgegeben wurden. Zu den strengsten gehört die Regulierung der Bank of England, die Kleinanlegern die Investition in Bitcoin- und Krypto-Derivate untersagt.

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Reynaldo Marquez hat das Wachstum der Bitcoin- und Blockchain-Technologie seit 2016 aufmerksam verfolgt. Seitdem arbeitet er als Kolumnist zu Kryptowährungen über Fortschritte, Stürze und Anstiege auf dem Markt, Verzweigungen und Entwicklungen. Er glaubt, dass Kryptowährungen und Blockchain-Technologie einen großen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen haben werden.

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