Bitcoin Mining erstmals nachverfolgbar: Universität Cambridge veröffentlicht Tool

  • Die Universität Cambridge und das Cambridge Center for Alternative Finance haben ein Tool entwickelt, um den Ursprung der weltweiten Mining-Aktivitäten von Bitcoin zu visualisieren.
  • Beide behaupten, zeigen zu können, wie die Hash-Rate unter den Bitcoin Minern weltweit verteilt ist und wer die neuen Bitcoins (BTC) erhält.

Die Universität Cambridge und das Cambridge Center for Alternative Finance (CCAF) haben ein neues Tool auf den Markt gebracht, das die Privatsphäre des Bitcoin (BTC) Netzwerks verletzen könnte. Das Tool besteht aus einer interaktiven Karte bzw. der CCAF Mining Map, die die geographische Verteilung der Bitcoin Hash-Rate auf globaler Ebene zeigt, wie in der Abbildung unten dargestellt:

Die Bitcoin Mining Map visualisiert die ungefähre geographische Verteilung der globalen Bitcoin-Hash-Rate. Der durchschnittliche Hash-Rate-Anteil pro Land kann ab September 2019 in monatlichen Intervallen angezeigt werden. Darüber hinaus wird eine zweite Karte mit einem exklusiven Fokus auf die Hash-Rate Verteilung Chinas nach Provinzen zur Verfügung gestellt.

Bitcoin BTC

Source: https://cbeci.org/mining_map

Bitcoin

Source: https://cbeci.org/mining_map

Die Karte der Universität Cambridge, die von drei großen Mining-Pools in China gespeist wird, erhält ihre Daten von den drei Arbeitsgruppen und von allen, die sie einreichen möchten. Die CCAF stellt jedoch fest, dass die Miner, die Daten eingereicht haben, nur 37 % der Hash-Rate von Bitcoin seit September letzten Jahres ausmachen, sodass viele der Daten im Programm nicht 100 % zuverlässig sein dürften:

Die teilnehmenden Mining-Pools geben die durchschnittliche monatliche geografische Verteilung ihrer jeweiligen Hash-Rate an. Diese Daten werden dann von der CCAF aggregiert und zur Extrapolation der globalen Verteilung der Hash-Rate verwendet.

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Die CCAF erklärte auch, dass sie Daten hinzufügen müsse, um das Tool zu optimieren und einige seiner Einschränkungen zu beseitigen. Gleichzeitig behaupteten die Forscher jedoch, dass die Daten bereits jetzt zuverlässig seien, da sie einen nicht unerheblichen Teil der gesamten Bitcoin Hash Rate ausmachen:

Während die aktuelle Version zu stark auf China ausgerichtet zu sein scheint, gibt es Gründe zur Annahme, dass die Stichprobe dennoch eine vernünftige Annäherung an die tatsächliche Verteilung der Hash-Rate liefert. Zum einen unterhalten alle teilnehmenden Pools Server in verschiedenen Regionen der Welt, um ihren ausländischen Kundenstamm mit minimaler Latenzzeit zu bedienen. Darüber hinaus haben chinesische Pools das Bitcoin Mining in den letzten Jahren dominiert, unter anderem wegen ihrer relativ niedrigen Gebührenstruktur, die zahlreiche nicht-chinesische Hasher angezogen hat.

Wie von CNF berichtet, hat China aufgrund der Regenzeit die Stromtarife für die Region Sichuan, die als eine der wichtigsten Regionen für das Bitcoin Mining weltweit gilt, gesenkt. Diese Maßnahme könnte den chinesischen Minern weiter zugutekommen, insbesondere in Erwartung des bevorstehenden Halvings von Bitcoin, das den Wettbewerb um günstige Stromtarife weiter verschärfen dürfte.

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Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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