Bitcoin ist wie Kenny aus South Park, der in jeder Folge stirbt, aber in der nächsten wieder da ist

  • Bitcoin ist nicht totzukriegen;  wenn es so aussieht, als sei er „dieses Mal“ wirklich am Ende, kommt er immer wieder zurück, ähnlich wie die Figur Kenny aus der berühmten amerikanischen Zeichentrickserie South Park.
  • Dennis Lynch, Analyst bei Morgan Stanley, bezeichnete die Kryptowährung als „antifragil“ und glaubt, dass sie sich als digitales Gold gut machen wird.

Wenn Sie ein Fan von Zeichentrick-Sitcoms sind, dann kennen Sie den Satz: „Oh, mein Gott! Sie haben Kenny getötet!“ Die Figur Kenny aus der amerikanischen Kult-Serie South Park stirbt am Ende fast jeder Folge in den ersten paar Staffeln der Serie, nur um in der nächsten Folge wieder aufzutauchen. Und einem Analysten von Morgan Stanley zufolge ist Bitcoin der Kenny aus South Park unter den Kryptowährungen. Bitcoin hat die geradezu unheimliche Fähigkeit, sich selbst nach katastrophalen Kursverlusten wieder zu erholen, so Dennis Lynch. In seiner Rede auf der jährlichen Morningstar-Investmentkonferenz in dieser Woche erklärte der Analyst:

„Ich sage gerne, dass Bitcoin so etwas wie Kenny aus South Park ist – er stirbt in jeder Folge und kommt dann wieder zurück.“

Im Laufe seines Lebens hat Bitcoin massive Ausverkäufe erlebt, die oft durch negative Nachrichten ausgelöst wurden. Diese führen fast immer zu einem Preisverfall. In dieser Woche gab es zwei davon, einen am Montag aufgrund von Befürchtungen über den Zusammenbruch von Evergrande in China und einen weiteren am Donnerstag, als China sein Vorgehen gegen die Kryptobranche weiter verschärfte. Am Montag sank er um etwa 9% und am Donnerstag um weitere 5,9%.

Allein in diesem Jahr hat Bitcoin mindestens sechs Mal an einem Tag 10% verloren und sich wieder erholt.

Bitcoin ist anti-fragil – er profitiert vom Chaos

Lynch, der Leiter von Counterpoint, der Vermögensverwaltungstochter von Morgan Stanley, erklärte:

„Ich denke, dass (Bitcoin) in dieser Zeit einige anti-fragile Qualitäten aufweist – anti-fragil ist etwas, das von Unordnung profitiert. Er ist sozusagen ein kleiner Bestandteil des Portfolios, etwas, das gut laufen kann, wenn bei den anderen Portfolios etwas schief läuft.“

Morgan Stanley ist einer der Wall-Street-Giganten, die Bitcoin für sich entdeckt haben und nun aktiv daran arbeiten, eine Präsenz in diesem Bereich aufzubauen. Es wurde berichtet, dass Morgan Stanley einer der Interessenten an Bithumb war und angeblich 440 Millionen Dollar für das Unternehmen geboten hat. Es war auch einer der Investoren in NYDIGs 200 Millionen Dollar Fundraising.

Die Bank hat in diesem Monat ein Kryptowährungs-Forschungsteam unter der Leitung von Sheenah Shah, ihrer ehemaligen leitenden Währungsstrategin, eingerichtet. In seinem bisher größten Aufwärtsschritt enthüllte Morgan Stanley in einem SEC-Filing, dass es durch Investitionen in den Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) ein Engagement in Bitcoin eingegangen ist. Über eine Investment-Tochtergesellschaft besitzt die Bank über 28.000 GBTC-Aktien.

Lynch merkte an, dass einer der Reize von Bitcoin der niedrige Zinssatz ist, der den US-Dollar unter Druck gesetzt hat und Investoren dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen. Er erklärte:

„Ich kann mir vorstellen, dass (Bitcoin) von verschiedenen Umgebungen profitiert, sei es, dass die Menschen ihn als digitales Gold betrachten oder dass die Menschen angesichts all der Anreize und der Politik der Fed – die so entgegenkommend sein musste – beginnen, Fiat-Währungen wirklich in Frage zu stellen.“

About Author

Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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