JPMorgan-Analysten: Bitcoin ist in der Inflation besser als Gold – aber eigener Chef ist skeptisch

  • Bitcoin bietet einen besseren Schutz vor Inflation als Gold, daher der jüngste Kursanstieg bei steigendem Anlegerinteresse.
  • Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Jamie Dimon, ist völlig anderer Meinung und vergleicht Bitcoin mit einem „kleinen Stück Narrengold“.

In dieser Woche stieg Bitcoin um 35% auf über 50.000 Dollar und erreichte damit wieder eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar. JPMorgan teilte seinen Kunden am 7. Oktober eine Notiz mit, in der die Erholung institutionellen Anlegern zugeschrieben wird, die eine Absicherung gegen die Inflation suchen.

„Das Wiederaufleben der Inflationssorgen unter den Anlegern hat das Interesse an Bitcoin als Inflationsschutz wiederbelebt“, schreiben die Analysten der Bank. Darüber hinaus hat sich die Wahrnehmung der Vorteile von Bitcoin und Gold verändert.

Aus den Statistiken geht hervor, dass die Inflation unter der Regierung Biden stark angestiegen ist. Nach Angaben des Bureau of Labor Statistics (BLS) stiegen die Verbraucherpreise im Juni auf Jahresbasis um 5,4%. Zwischen Mai und Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,9%. Im Januar 2021, bevor Biden die Präsidentschaft übernahm, lag die jährliche Inflationsrate bei stabilen 1,4%.

Pantera Capital stellte in einem Schreiben an die Anleger fest, dass „die Vereinigten Staaten im Juni mehr Geld gedruckt haben als in den ersten beiden Jahrhunderten nach ihrer Gründung“.

Bitcoin und der Goldmarkt

Unter Bezugnahme auf die Notiz von JPMorgan sagt Bitcoin-Serieninvestor Michael Saylor, dass die Ereignisse am Ende den Zusammenbruch von Gold und den Aufstieg von Bitcoin als bevorzugter sicherer Wertaufbewahrungsort sowohl für institutionelle als auch für Kleinanleger beschleunigen werden.

Auch andere Investoren haben diesen Sinneswandel zum Ausdruck gebracht. Kevin O’Leary von Shark Tank, ein ehemaliger Bitcoin-Kritiker, ist zum Bitcoin-Enthusiasten geworden. Er teilte kürzlich mit, dass Kryptowährungen inzwischen einen größeren Anteil an seinem Portfolio haben als Gold.

Neben der Inflation nannte JPMorgan zwei weitere Faktoren für den jüngsten Aufschwung des „digitalen Golds“:

„Erstens, die jüngsten Zusicherungen von US-Politikern, dass man nicht die Absicht habe, Chinas Schritten in Richtung eines Verbots der Verwendung oder des Minings von Kryptowährungen zu folgen und zweitens wurde der jüngste Aufstieg des Lightning Networks und der 2nd-Layer-Zahlungslösungen durch die Bitcoin-Einführung in El Salvador unterstützt.“

Dennoch hat sich die Großbank nicht zu Spekulationen über die Zulassung von Krypto-ETFs – börsengehandelte Fonds – geäußert. Andere Analysten sind zuversichtlich, dass eine solche Entscheidung bald bekannt gegeben wird, was den Preis von Bitcoin weiter in die Höhe treiben würde. Bei Redaktionsschluss lag der Bitcoin-Kurs nach unseren Daten bei 54.211 Dollar.

Der gestrige Bericht von JPMorgan steht im Widerspruch zu einem vorherigen Bericht, den die Bank im Mai veröffentlicht hatte und der besagte, dass die Anleger von Bitcoin zu Gold abwanderten. Der CEO der Bank, Jamie Dimon, sah sich als Bitcoin-Skeptiker bestätigt und verglich ihn „ein bisschen Narrengold“. Er wird von anderen Gold-Befürwortern  wie dem Wirtschaftswissenschaftler Peter Schiff und dem Investor Warren Buffett unterstützt.

Gleichwohl ist der Vergleich zwischen Gold und Bitcoin ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, da es nichts gibt, was mit Bitcoin vergleichbar wäre. So hat Bitcoin in den letzten zehn Jahren eine jährliche Wachstumsrate von mehr als 200% erlebt, während Gold nur 1 hatte, wie hackernoon.com verdeutlicht.

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