Bitcoin fällt unter 30.000 Dollar – Kryptomarkt ächzt und Nobody is amused …

  • Bitcoin ist zum ersten Mal seit Juli 2021 unter die Marke von 30.000 Dollar gefallen, während der Kryptomarkt seine schlechteste Woche seit Monaten erlebt.
  • LUNA verlor über Nacht 50% – ein Desaster; manche analysten fassen schon die nächste Bitcoin-Unterstützung von 19.400 Dollar ins Auge.

Der Kryptomarkt erlebt einen der schlechtesten Wochenstarts seit Monaten. Bitcoin fiel im asiatischen Handel zum ersten Mal seit 10 Monaten unter 30.000 Dollar, bevor er sich auf den europäischen Märkten erholte. LUNA ist um mehr als 50% gefallen und hat damit den schlimmsten Einbruch unter den großen Kryptowährungen erlitten, während Monero, ApeCoin, STEPN und Lido DAO alle mehr als 10% verloren haben.

Zum Redaktionsschluss liegt der Bitcoinkurs bei 31.570 Dollar, ein Minus von 4% an einem Tag und 18% in der letzten Woche.

In dieser Zeit ist er auf einen Tiefstand von 29.944 gefallen und hat damit zum ersten Mal seit Juli 21 die Unterstützungsmarke von 30.000 unterschritten. Das Handelsvolumen stand in krassem Gegensatz dazu, denn es stieg um 91% auf 80,7 Milliarden dollar und erreichte damit den höchsten Stand in diesem Jahr.

Edward Moya, leitender Marktanalyst für Nord- und Südamerika bei Oanda, beobachtete:

„Bitcoin bricht unter einige wichtige technische Niveaus, während der nicht enden wollende Ausverkauf an der Wall Street weitergeht. Die institutionellen Anleger achten sehr auf Bitcoin, da viele, die im letzten Jahr eingestiegen sind, jetzt Geld auf ihre Investition verlieren.“

Moya glaubt aber , dass sich die langfristigen Fundamentaldaten von Bitcoin seit Monaten nicht verändert haben. Allerdings „schaffen die Sorgen über eine mögliche Rezession ein sehr schwieriges Umfeld für Kryptowährungen“.

Bitcoin wurde lange Zeit als Absicherung gegen Inflation und als sicherer Hafen angepriesen – grober Unfug, wie sich spätestens jetzt zeigt. Daniel Ives sagte gegenüber der Financial Times:

„Manche Investoren spielen Krypto als Absicherung gegen die Inflation, aber es handelt sich um den siamesischen Zwilling des Nasdaq.“

Er fügte hinzu, dass die Anleger bei allen Vermögenswerten einen risikoarmen Ansatz verfolgen, und Kryptowährungen seien davon nicht ausgenommen.

Wie geht es mit Bitcoin weiter?

Einige Analysten glauben, dass es für Bitcoin noch schlimmer werden könnte. Chris Kline, der Mitbegründer von Bitcoin IRA mit Sitz in Los Angeles, ist einer derjenigen, die glauben, dass Kryptowährungen stark von frischem Kapital abhängig sind und dass es düster werden könnte, wenn dieses versiegt.

„Die Zeit des kostenlosen Geldes ist vorbei. Der Appetit der Anleger ändert sich gerade stark.“

Darüber hinaus sind die Anleger möglicherweise nicht so zuversichtlich bei Kryptowährungen, wie sie es bei manch anderen traditionellen Vermögenswerten wären, fügte Kline hinzu und erklärte:

„Die Frage ist, ob die Leute Kryptowährungen als Diversifizierungsinstrument in schlechten Wirtschaftszeiten sehen werden, oder ob das nur etwas ist, das man hat, wenn die Zeiten gut sind?“

Wie geht es also weiter? Laut Jeffrey Halley, einem leitenden Marktanalysten bei Oanda, könnten wir uns auf 17.000 $ zubewegen. Sein Kommentar:

„Das ist ein großer Aufruf, und es scheint, dass er sich vor 30.000 behaupten kann. Realistischerweise muss er aber 37.000 zurückerobern, um die technischen Aussichten zu ändern und die, die ihn halten ruhig schlafen zu lassen.

Die Analysten von Bloomberg vertreten eine ähnliche Ansicht. Wenn Bitcoin auf 28.365 dollar abrutscht, könnte die nächste Unterstützung bei 19.400 liegen, dem letzten Unterstützungsniveau, das bis ins Jahr 2017 zurückreicht.

 

Mining units at the Cormint Data Systems Bitcoin mining facility while under construction in Fort Stockton, Texas, U.S., on Friday, April 29, 2022. Cryptocurrency miners who have descended on remote parts of Texas to feast on cheap electricity and inexpensive land are finding themselves surrounded by dusty fields with hardly any residential housing. Photographer: Jordan Vonderhaar/Bloomberg

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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