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Bitcoin ETF: VanEck und SolidX ziehen ihren Antrag erneut zurück

  • Der VanEck und SolidX Bitcoin ETF Vorschlag an die amerikanischen Börsenaufsicht für einen öffentlich gehandelten Bitcoin ETF wurde erneut zurückgezogen. 
  • Über die Gründe für den Rückzug wurden keinerlei Angaben gemacht. 

Gemäß einer öffentlichen Bekanntmachung der amerikanischen Börsenaufsicht, der Securities and Exchange Commission (SEC) vom gestrigen Dienstag, haben VanEck und SolidX ihren Antrag auf Genehmigung eines Bitcoin Exchange Traded Funds (ETFs) bereits am 13. September erneut zurückgezogen. Der Rückzug des Antrags markiert bereits das zweite Mal, dass VanEck und SolidX einen vorgeschlagenen ETF zurückgezogen haben. Die Unternehmen zogen den gleichen ETF Vorschlag bereits am 23. Januar 2019 zurück, nachdem eine Ablehnung des Antrags infolge des „Shutdowns“ der US-Regierung drohte.

Die Entscheidung über den Bitcoin ETF von VanEck und SolidX hat dementsprechend eine lange Geschichte. Der erstmalige Vorschlag für einen Bitcoin ETF wurde durch die beiden Unternehmen bereits im Juni 2018 eingereicht und mehrfach wegen diverser Bedenken der SEC verschoben. Nachdem der Antrag am 31. Januar 2019 zum zweiten Mal eingereicht wurde, hatte die amerikanische SEC wiederholt am 29. März, 20. Mai und am 12. August eine Verlängerung der Entscheidungsfrist bestimmt.

Der finale Entscheidungstermin für den VanEck SolidX Bitcoin ETF war damit der 18. Oktober 2019. Ein weitere Verschiebung durch die SEC war nach der dreimaligen Fristverlängerungen nicht mehr möglich. Da eine Ablehnung als wahrscheinlich galt, scheinen sich VanEck und SolidX dazu entschieden zu haben, den Antrag zurückziehen, um ihn möglicherweise zukünftig erneut zu stellen.

Der Direktor von VanEck, Gabor Gurbacs, erklärte via Twitter, dass er weiterhin optimistisch für einen Bitcoin ETF ist und daran arbeiten wird, damit eines Tages eine Genehmigung erfolgt:

Die Vermarktung eines physischen, liquiden und versicherten ETFs hat weiterhin höchste Priorität. Wir arbeiten weiterhin eng mit Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern zusammen, um jeden Tag einen Schritt näher zu kommen.

Gründe für die ablehnende Haltung der SEC

Vergangene Woche wiederholte der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission, Jay Clayton, in einem Interview mit CNBC, dass die seit langem bestehenden Bedenken gegenüber einem Bitcoin ETF noch nicht ausgeräumt sind. Während Clayton sagte, dass er glaube, dass einige Fortschritte gemacht wurden, sagte er auch, dass „es noch einige Arbeit zu erledigen“ gibt, bevor ein Bitcoin ETF genehmigt werden kann.

In der Vergangenheit betonte Clayton immer wieder, dass die Antragsteller nachweisen müssen, dass es sich bei den zugrunde liegenden Bitcoin Märkten um „regulierte Märkte“ von „signifikanter Größe“ handelt, die resistent gegen Kursmanipulationen sind. Die SEC ist vor allem über die Auswirkungen eines Bitcoin ETFs auf Kleinanleger aufgrund der Volatilität und möglicher Manipulation auf dem Kryptomarkt besorgt.

Insbesondere spielt dabei das gefälschte Handelsvolumen an vielen Kryptowährungsbörsen eine Rolle. Im März veröffentlichte Bitwise einen Bericht, der die Kryptoindustrie erschütterte. Der Bericht zeigte das große Ausmaß des „Wash Tradings“ durch Kryptowährungsbörsen außerhalb der USA auf. Laut dem Bericht sind rund 95% des Bitcoin Handelsvolumens für die Top-81-Börsen auf CoinMarketCap wahrscheinlich gefälscht.

Warum ein Bitcoin ETF ein Wendepunkt ist

Der VanEck Bitcoin ETF ist der am meisten erwartete Bitcoin ETF, so dass mit dem Rückzug die Hoffnungen in der Krypto-Community fallen, dass es in 2019 noch einen Bitcoin ETF geben wird. Die Genehmigung eines ETFs wäre ein bullisches Zeichen, da es BTC weiter legitimieren und großen Institutionen die Teilnahme an der Anlageklasse ermöglichen würde. Ein Bitcoin ETF wäre für institutionelle Investoren eine komplett neue Anlageklasse, die von der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Wertpapiere erst genehmigt werden muss.

Der bekannte Anwalt und Kryptoenthusiast, Jake Chervinsky, erklärte via Twitter, das es seiner Meinung nach nunmehr unwahrscheinlich ist, dass es in 2019 einen Bitcoin ETF geben wird.

Die SEC prüft derzeit noch zwei weitere Bitcoin ETFs: einen Vorschlag von Bitwise und einen Vorschlag von Wilshire Phoenix. Für diese beiden ETFs werden Entscheidungen bis zum 20. September bzw. bis zum 13. Oktober 2019 erwartet.

Der Bitcoin Kurs zeigt sich indes wenig beeindruckt von der Nachricht und liegt zum Redaktionszeitpunkt bei rund 10.230 USD. Damit bewegt sich der BTC Kurs weiterhin im Seitwärtstrend der letzten Wochen.

About Author

Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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