Bitcoin konsolidiert und Altcoins schwächeln – doch wann geht es aufwärts?

  • Die weltweit meist verbreitetete Kryptowährung Bitcoin ist in eine starke Konsolidierung eingetreten und wird derzeit bei rund 41.000 Dollar gehandelt.
  • Die Bitcoin-Preisbewegung auf dem Tages- und Wochenchart betrug bis jetzt weniger als 0,5%.

Heute morgen erlebte Bitcoin einen kurzen Short-Squeeze bei dem Versuch, die 42.000-Dollar-Marke zu durchbrechen. Der bekannte Kryptoanalyst Lex Mozkovski bezeichnet dies als die Mutter aller Konsolidierungen. Unter Berufung auf Daten von Glassnode erklärt er, dass eine „Rekordzahl von 775.000 Bitcoin für etwa 38.700 pro Stück den Besitzer wechselte“.

Am Montag geriet Bitcoin unter Druck, nachdem berichtet wurde, dass die EU alle Proof-of-Work (PoW) Kryptowährungen verbieten wolle. Aber die EU-Parlamentarier stimmten gegen den Vorschlag, was die Anleger aufatmen ließ.
Doch die allgemeine Marktperspektive sieht ohnehin nicht besonders gut aus. Krypto-Analyst Michaël van de Poppe erklärt:

„Altcoins zeigen wieder eine Menge Schwäche im BTC-Paar, da sie fallen. Bitcoin konsolidiert weiterhin. Nicht die besten Zeichen für die Märkte …“

Doch Bitcoin-Langzeitanleger füllen ihre Bestände auf jährlicher Basis auf. Die Daten von Glassnode zeigen, dass Langzeit-Anleger Long ihr Guthaben mit einer jährlichen Rate von 7,6 pro Emission aufstocken. Bei  rund 900 $BTC an geminten Emissionen pro Tag bedeutet dies, dass täglich etwa 6.840 Bitcoin in die Wallets der Langzeitanleger wandern.

Wann Bitcoin steigen kann

Der amerikanische Ökonom  und Bitcoin-Feind Peter Schiff, bekannt geworden durch die Vorhersage der „Finanzkrise“ von 2007, erklärt, dass der Bitcoin-Preis im besten Fall steigen könnte, obwohl das im Moment eher unwahrscheinlich sei. In einem seiner letzten Tweets schreibt Schiff:

„Damit Bitcoin steigen kann, muss der NASDAQ steigen und #Gold muss fallen. Doch damit das passiert, muss es der #Fed gelingen, die #Inflation auf 2 % zu senken, ohne der Wirtschaft zu schaden, was minimale Zinserhöhungen und große Kürzungen der Staatsausgaben erfordert. Aber warum sollte man in diesem Szenario Bitcoin besitzen?

Dies scheint vorerst ein unrealistisch zu, denn die Inflation in den USA liegt bei fast 8%, ein Wert, der zuletzt vor rund 40 Jahren erreicht worden war. Der Markt befindet sich derzeit in einer sehr kritischen Lage. Doch die US-Zentralbank hat keine andere Möglichkeit, als die Zinsen zu erhöhen, um die Inflation in den Griff zu bekommen.
Der Kryptomarkt folgt weitgehend dem Aktienmarkt. Viele Analysten sind deshalb Meinung, dass eine Rezession kommen wird. Sollte dies der Fall sein, dürfte Kryptomarkt auch in diesem Fall den Aktienmärkten folgen.
Obwohl Bitcoin vielfach als Inflationsschutz aufgefasst wird, muss er sich also solcher erst noch bewähren. Seine extreme Volatilität hat bisher verhindert, dass sich Bitcoin zu einer Alternative entwickelt hat.

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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