Bitcoin Chart zeigt Death Cross auf dem Weg des Kurses ins Zwei-Wochen-Tief

  • Der Bitcoin-Chart hat das gefürchtete Death cross gezeichnet, das Analysten zufolge normalerweise den Untergang vorhersagt, während der Kurs um mit 30.000 Dollar dümpelte, dem niedrigsten Stand seit zwei Wochen.
  • Chinas hartes Durchgreifen wird für den Rückgang verantwortlich gemacht, auch wenn manche ihn auf die generelle Instabilität des Kapitalmarkts zurückführen; dieses Mal aber könnte das Death Cross keinen Totalabsturz vorhersagen.

Seit Bitcoin ein Allzeithoch Mitte April erreichte, hat die Kryptowährung es schwer. Nun befindet sie sich den dritten Monat in Folge in der Verlustzone. In den letzten 24 Stunden ging es runter auf knapp über 31.000 Dollar, und in den vergangenen sieben Tagen gab es einen Wertverlust von fast 25%. Noch beunruhigender ist, dass der Bitcoin-Chart das gefürchtete Death Cross gezeichnet hat. Das wird normalerweise als Omen für den sicheren Untergang gesehen, doch manche Analysten verbreiten Hoffnung, die ja bekanntlich zuletzt stirbt.

Bitcoin wurde am Dienstag letzter Woche bei über 41.250Dollar gehandelt, nachdem er innerhalb einer Woche ein großartiges Comeback hingelegt hatte, mit einem Gewinn von fast 10.000 Dollar. Seitdem ging es wieder bergab und heute Morgen lag der Kurs etwas über 31.000 Dollar, ein Zwei-Wochen-Tief.

Viele Analysten führen den jüngsten Absturz auf China zurück. Das Land ist inzwischen komplett gegen Kryptowährungen, außer der geplanten eigenen natürlich. Banken dürfen keine  OTC-Plattformen mehr bedienen. Die führenden Banken und Zahlungsdienstleister warnen Kunden vor Transaktionen in BTC, da sie Kontenschließungen und eine Anzeige bei den Behörden riskieren. Diese Maßnahmen erfolgen zusätzlich zur Blockade des Krypto-Minings.

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Chinas Einfluss auf Bitcoin ist ungebrochen. Jeffrey Kleintop, Chief Global Investment Strategist der amerikanischen Investmentplattform Charles Schwab kommentierte:

„Die Tatsache, dass es dort ein hartes Durchgreifen gibt, nimmt vielleicht etwas von seinem Glanz weg. Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Signal für einen längerfristigen Richtungswechsel ist, aber es kann sicherlich eine gewisse Volatilität erzeugen. Niemand ist sich über das Ausmaß der Maßnahmen sicher, und China ist ein wichtiger Akteur auf dem Bitcoin-Markt.“

Andere Experten glauben, dass derAbsturz nicht nur auf China zurückzuführen ist. Meltem Demirors, der Chefstratege von Coinshares sagte Bloomberg, dass es an einem breiteren Kapitalmarkttrend liegen könnte. Sie glaubt, dass bei der aktuellen Marktinstabilität und der Angst vor wirtschaftlicher Instabilität die Anleger risikoreiche Investitionen vermeiden, und Bitcoin rangiert ganz oben, was die Risiken betrifft.

„Es gibt einfach eine Menge Angst, und wenn es Angst gibt, verkaufen die Leute riskante Anlagen. Ich denke, dass Bitcoin immer noch als ein risikoreiches Asset wahrgenommen wird. Im Allgemeinen sind die Investoren nervös.“

Bitcoin zeichnet das Todeskreuz

In seinem Preisverfall hat Bitcoin das Death Cross gebildet, einen Marktindikator, der normalerweise den Untergang eines Vermögenswerts bedeutet. Das Death Cross entsteht, wenn die kurzfristige durchschnittliche Trendlinie unter einer langfristigen durchschnittlichen Trendlinie kreuzt. Das signalisiert in der Regel eine Veränderung des Preismomentums und geht meist einem drastischen Rückgang voraus.

Im Fall von Bitcoin fiel der einfach 50-Tage Durchschnitt unter den 200-Tage Durchschnitt.

The Bitcoin Death Cross, Courtesy of Bloomberg.

Für Bitcoin gibt es jedoch Hoffnung. Das letzte Mal, dass Bitcoin das Death Cross bildete, war im März letzten Jahres, nachdem die Kryptowährung 60 Prozent ihres Wertes in zwei Monaten verloren hatte. Kurz darauf begann er jedoch, den Trend umzukehren und zeichnete in kürzester Zeit das Golden Cross,  die genaue Umkehrung des Death Cross. Im weiteren Jahresverlauf gewann der Bitcoin 1000 Prozent und erreichte sein Allzeithoch.

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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