China intensiviert Anti-Bitcoin-Operation – BIT Mining liefert derweil Equipment nach Kasachstan

  • BIT Mining liefert erstes Mining-Equipment nach Kasachstan, während China die Gangart verschärft.
  • Die Lieferung umfasst 320 Bitcoin-Mining-Maschinen mit einer kombinierten Rechenleistung von 18,2 Petahashes pro Sekunde.

China geht weiter hart gegen das Bitcoin-Mining vor, nachdem es Bedenken wegen des CO2-Fußabdrucks geäußert hatte. Kürzlich schaltete auch die Provinz Sichuan die Stromzufuhr zu Mining-Einrichtungen ab. Ein offizielles Dokument enthält eine Liste von 26 betroffenen Einrichtungen. Eine davon gehört von BIT Mining.

Das Unternehmen bestätigte, dass es von der State Grid Sichuan Ganzi Electric Power Co. über die Unterbrechung der Stromzufuhr informiert wurde, die am 19. Juni in Kraft trat. Das Ganzi Changhe Data Center hat seitdem seinen Betrieb eingestellt.

Rechenzentren in Sichuan, einschließlich des Ganzi Changhe Data Center, trugen im Mai 2021 etwa 3% zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.

Als Teil seiner Gegenmaßnahmen, um im Geschäft zu bleiben, hat das Unternehmen beschlossen, nach Kasachstan zu verlagern, wobei die erste Charge seiner Mining-Ausrüstung bereits verfrachtet wurde. Es sind 320 Bitcoin-Mining-Maschinen mit einer Gesamtrechenleistung von 18,2 Petahashes pro Sekunde. Nach Angaben von BIT Mining kann der Betrieb bis zum 27. Juni wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus werden bis zum 1. Juli insgesamt 2600weitere Mining-Maschinen in zwei Chargen an dieselbe Einrichtung geliefert. Die theoretische maximale Gesamt-Hash-Rate-Kapazität wird dann 102,3 PH/s betragen. Das Unternehmen will die restlichen Maschinen an andere Standorte außerhalb Asiens verschicken.

Geografische Nähe und niedrige Stromkosten bestimmten die Entscheidung für Kasachstan

Xianfeng Yang, CEO von BIT Mining, begründete die Entscheidung damit, dass das Unternehmen sich dem Umweltschutz und der Verringerung des CO2-Fußabdrucks verpflichtet fühlt. Man habe auch das Geschäft in Übersee strategisch erweitert, um das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen.

„Nach unseren Investitionen in Kryptowährungsrechenzentren in Texas und Kasachstan beschleunigen wir unsere Entwicklung in Übersee für alternative hochwertige Ressourcen. Wir glauben, dass unsere Vision und unser Early-Mover-Vorteil uns in die Lage versetzen werden, agil auf das sich global entwickelnde regulatorische Umfeld zu reagieren, was letztlich zu unserem langfristigen Wachstum beitragen wird.“

In den Demonstrationszonen für Wasserkraftwerke in Sichuan gab es mehrere Mining-Anlagen, die von der lokalen Regierung genehmigt waren. Inzwischen ist bekannt, dass einige der Anlagen direkt oder indirekt von staatlichem Kapital unterstützt worden sind. Shutian Information Technology beispielsweise befindet sich vollständig im Besitz des chinesischen Staatsunternehmens Assets Supervision and Administration. Das Mining-Unternehmen soll ebenfalls indirekt von staatlichem Kapital unterstützt werden.

Kasachstan ist bisher der bevorzugte Ort für die Neu-Ansiedlung von Mining-Unternehmen, da es quasi „um die Ecke“ liegt, was Transport und Logistik vereinfacht. Darüber hinaus hat sind die Energiekosten niedrig.

Mining ist in Kasachstan für 0,03 bis 0,033 Dollar pro Kilowattstunde möglich.

John Lee Quigley, ein unabhängiger Krypto-Analyst, schätzt,  dass das Land 10 bis 20 Prozent der vormaligen chinesischen Kapazität auffangen könnte.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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