Binance biete keine Futures- und Derivatprodukte in Europa mehr an – Neue juristische Sanktionen in Malaysia

  • Binance gibt bekannt, dass Nutzer in den Niederlanden, Deutschland und Italien ab sofort keine neuen Futures-Konten auf der Plattform eröffnen können.
  • Malaysia ordnet an, dass Binance und seine Tochtergesellschaften den Betrieb in der Region einstellen müssen.

Eine Woche nach der Ankündigung von Binance, den Krypto-Marginhandel mit australischen Dollar, Euro und Pfund Sterling zu beenden, stellt die nach Handelsvolumen größte Kryptobörse der Welt ihr Angebot an Futures- und Derivatprodukten in Europa ebenfalls ein.

Nach Angaben der Börse gehört die Entscheidung zu den Bemühungen, den Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden, da sie kontinuierlich Produkte evaluiert und mit Partnern zusammenarbeitet. Die Einstellung des Angebots an Derivaten wird vorerst nur für die europäische Region gelten.

„Wir vermarkten zwar nicht aktiv Futures- und Derivatprodukte vor Ort, aber wir planen, den Zugang zu diesen Produkten in der Region weiter einzuschränken. Ab sofort können Nutzer in den Niederlanden, Deutschland und Italien keine neuen Terminkonten mehr eröffnen.“

Die Börse sieht sich in letzter Zeit mit strengen regulatorischen Maßnahmen mehrerer nationaler Finanzbehörden konfrontiert, insbesondere i Großbritannien Japan und den USA. Nach Angaben der Börse ist die europäische Region ein sehr wichtiger Markt für ihr Geschäft, und daher besteht die Notwendigkeit, proaktive Maßnahmen zur Harmonisierung der Krypto-Vorschriften zu ergreifen. Dies könnte sich positiv auf die Branche auswirken.

Als Teil der Erklärung räumte die Börse ein, dass mehrere Regulierungsbehörden auf lokaler Ebene ihre Positionen zu Kryptowährungen haben, und um die lokalen Anforderungen zu erfüllen, sei sie offen für jeden konstruktiven Dialog, um ihre Dienstleistungen anbieten zu können.

Die Börse hat vor kurzem ihre maximale Hebelwirkung auf das 20-fache reduziert und ein reduziertes Auszahlungslimit für Nutzer festgelegt, die die KYC-Prüfung (Know-Your-Customer) nicht abgeschlossen haben.

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Auch Malaysia nimmt Binance ins Visier

Während die Börse ihre Produkte evaluiert, um Dienstleistungen anzubieten, die den Anforderungen der Regulierungsbehörden entsprechen, hat die Securities Commission Malaysia (SC) Maßnahmen gegen Binance wegen des Betriebs einer illegalen Börse für digitale Vermögenswerte angekündigt. Alle vier Binance-Unternehmen, Binance Holdings LTD, Binance Digital LTD, Binance UAB und Binance Asia Services Pte LTD wurden aufgefordert, den Betrieb in Malaysia einzustellen.

Das Unternehmen wurde angewiesen, seine Website und mobilen Anwendungen innerhalb von 14 Werktagen ab dem 26. Juli zu deaktivieren. Außerdem soll es alle Medien- und Marketingaktivitäten einstellen und malaysischen Investoren den Zugang zu seiner Telegram-Gruppe verwehren.

„Den Anlegern wird geraten, nicht mehr über den illegalen DAX zu handeln und zu investieren. Diejenigen, die derzeit Konten bei Binance haben, werden dringend aufgefordert, den Handel über die Plattformen sofort einzustellen und alle ihre Investitionen unverzüglich zurückzuziehen.“

Zusätzlich zu den Dutzenden von internationalen Finanzbehörden, die die Börse verwarnen, hat Italien vor kurzem bekannt gegeben, dass die Binance Group und ihre Tochtergesellschaften rechtlich nicht befugt sind, in dem Land Investitionsdienstleistungen anzubieten.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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