Binance setzt neue EU-Sanktionen gegen Russland um – ein bisschen jedenfalls …

  • Binance setzt Sanktionen gegen seine Kunden aus Russland um, nachdem die EU die fünfte Welle von Sanktionen gegen das Land verhängt hat.
  • Nationen der russischen Föderation, Organisationen und Individuen mit Guthaben-Konten von mehr als 10.000 Euro können nun nicht mehr handeln und auch keine Einzahlungen mehr vornehmen.

Im Rahmen der Unterstützung der Ukraine gegen Putins Vernichtungskrieg hat Binance, die nach täglichem Handelsvolumen größte Kryptobörse der Welt, neue EU-Sanktionen gegen einige ihrer russischen Kunden umgesetzt.

Die Sanktionen gelten für russische Staatsangehörige und Unternehmen, deren Binance-Konten digitale Vermögenswerte im Wert von mehr als 10.000 Euro enthalten. Von nun an sind diese Konten für Transaktionen gesperrt, nur noch Abhebungen sind möglich.

Der Schritt folgt auf neue EU-Sanktionen, die Moskau betreffen. In ihrer fünften Sanktionswelle hat die Europäische Union die Vermögenswerte weiterer russischer Unternehmen eingefroren, und es dürfen keinerlei Finanzmittel nach Russland fließen.

Binance schränkt russische Kunden ein

Anfang dieses Monats hatte sich Binance-Chef Changpeng Zhao über die Medien beklagt, die Entscheidungen seiner Kryptobörse bezüglich der Sanktionen gegen Russland angeblich falsch darstellen.

Die Ukraine hatte alle großen Kryptobörsen aufgefordert, Russen vom Zugang zum Kryptomarkt auszuschließen. Zu dieser Zeit behauptete Binance, man würde die Sanktionen strikt umsetzen. Die Börse setzte ihre Unterstützung für Visa und Mastercard in Russland aus, nachdem beide Zahlungsdienstleister ihren Geschäftsbetrieb in russland auf Eis gelegt hatten.

Binance teilte jedoch mit, dass man der Forderung der Ukraine nicht vollständig nachkommen werde. Angeblich würde eine Sanktionierung aller russischen Bürger die normalen Bürger benachteiligen.

Doch auch andere große Krypto-Handelsplattformen lehnten die Forderung der Ukraine ab, ihre Dienstlleistungen für alle Russen einzustellen. Coinbase etwa ließ seinen CEO Brian Armstrong erklären, dass Krypto für viele Russen eine „Lebensader“ sei. Auch die Chefs von Kraken und Kucoin erklärten, sie würden die Konten ihrer russischen Kunden nicht einfrieren, es sei denn sie würden dazu gezwungen.

In seinem jüngsten Blogbeitrag stellt Binance jedoch fest:

„Während diese Maßnahmen für normale russische Bürger potenziell restriktiv sind, muss Binance weiterhin die Branche bei der Umsetzung dieser Sanktionen anführen. Wir glauben, dass alle anderen großen Börsen bald die gleichen Regeln befolgen müssen.“

Hastige Maßnahmen der russischen Regierung zur Förderung der Krypto-Nutzung

Die Sanktionen der EU, der USA und anderer verbündeter Staaten schneiden Russland von den Finanzsystemen dieser Länder ab. Infolgedessen hat sich Russland auf Kryptowährung als vermeintliche Alternative verlegt.

Daten von CoinMetrics zeigen einen Anstieg des Kryptohandels im Land. Darüber hinaus soll ein neues Gesetz darauf ab, bestimmte Kryptowährungen als gesetzliche Bezahlwährung zu dulden. Es soll ein vollständiger Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte in Russland geschaffen werden.

Auch Wladimir Putin hat, wenig überraschend, seine Vorliebe für Kryptowährungen entdeckt. Er ist von einem entschiedenen Gegner zu einem Befürworter des Krypto-Minings geworden.

Gegenwärtig plant die russische Regierung, ihre großen Energiereserven zu nutzen, um mehr Krypto-Mining zu betreiben. Der Plan umfasst die Einrichtung eines offiziellen Registers von Minern und die Vergabe von Subventionen an Mining-Unternehmen.

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