Binance senkt Bitcoin-Abhebungslimit und führt Steuerberichtssystem ein

  • Binance hat das tägliche Abhebungslimit von 2 Bitcoin für Kunden mit einfacher Kontoverifizierung auf 0,06 BTC gesenkt.
  • Ab August will die Börse auch ein Steuerberichtssystem einführen.

Binance hatte in den letzten Monaten in mehreren Ländern juristische Probleme, unter anderem in Großbritannien. Als Teil ihrer Bemühungen, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen, hat die Börse vor kurzem ihre Entscheidung bekannt gegeben, die maximale Hebelwirkung auf das 20-fache zu reduzieren, um die Kampagne für sicheren Handel durchzusetzen. Die jüngste Entwicklung ist die Durchsetzung der KYC-Anforderungen (Know-Your-Customer), die im Fokus der nationalen Regulierungsbehörden standen.

Binance hat ein neues Abhebungslimit von 0,06 Bitcoin pro Tag eingeführt, was bei Redaktionschluss etwa 2400 Dollar entsprach. Dies gilt für Kunden, deren Kontoverifizierung nicht vollständig ist. Es ist eine massive Reduzierung des vorherigen Abhebungslimits von 2 Bitcoin pro Tag, was nach aktuellem Kurs 80.000 Dollar entspricht. Das neue Limit tritt sofort in Kraft, wobei neue Nutzer mit einfacher Kontoverifizierung dringend aufgefordert werden, ihre Identitätsverifizierung  abzuschließen.

Bei Bestandskunden will wird Binance ab dem 4. August schrittweise neue Abhebungslimits einführen. Es wird erwartet, dass der Prozess bis zum 23. August abgeschlossen ist. Es heißt, dass das Abhebungslimit jeden Tag um 00:00 Uhr aktualisiert wird. Im Übrigen können Kunden, die die vollständige Identitätsprüfung absolviert haben, bis zu 100 Bitcoin TC pro Tag – aktuell 4 Millionen Dollar – abzuheben.

Das Binance Steuerberichtssystem

Als Teil seiner Bemühungen, die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, will Binance ab Mittwoch auch ein Steuerberichtssystem einführen. Kunden können dann ihre Krypto-Transaktionen verfolgen, die Transaktionshistorie an Dritte übertragen und einen sofortigen Überblick über ihre aktuellen Steuer-Verbindlichkeiten erhalten. Seitens Binance heißt es dazu:

„Binance bevorzugt keine bestimmte Software eines Drittanbieters, was Steuersoftware betrifft. Handeln Sie nach eigenem Ermessen oder konsultieren Sie Ihren Steuerberater auf der Grundlage Ihrer steuerlichen Umstände und Anforderungen bei der Auswahl eins Steuerprogramms.“

Nach den jüngsten juristischen Problemen der Börse erklärte CEO Zhao, er sei bereit, von seinem Amt zurückzutreten, wenn ein glaubwürdiger Nachfolger mit regulatorischem Hintergrund gefunden werde. Im Moment sind mehrere Maßnahmen in Kraft, darunter die Einstellung des Handels mit Aktien-Token und die Einstellung des Margin-Handels für Euro, australische Dollar und britische Pfund. Die nach Handelsvolumen größte Kryptobörse der Welt hat nach einlassung ihres Chefs die Absicht, bei ihrer Expansion mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten.

„Binance ist bereit, Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt zu unterstützen und gemeinsam den optimalen Weg zu finden, um ein faires Spielfeld zu schaffen – Verbraucherschutz ist für uns alle wichtig. Wir wollen ein nachhaltiges Ökosystem rund um die Blockchain-Technologie schaffen.“

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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