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Binance CEO Zhao klärt über die aktuelle Situation von Bitcoin in China auf

  • In einem kürzlich veröffentlichten Interview äußerte sich der CEO von Binance, Changpeng Zhao (CZ), zur aktuellen Situation in China.
  • Laut CZ gab es eine große ungerechtfertigte FUD in den Medien, was zu einem Preissturz von Bitcoin geführt hat.

Changpeng Zhao, CEO von Binance, hat in einem neuem Interview mit Nugget’s News über die aktuelle Situation in China für die Krypto-Industrie aufgeklärt. Er stellte dabei fest, dass oft ein falsches Bild von den Regularien und Gepflogenheiten in China vermittelt wird. So sei die Nutzung des Internets in China, ähnlich wie im Westen, ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens.

Dementsprechend gibt es auch einige große Technologie- und Internetunternehmen die sehr erfolgreich sind. Allerdings gibt es laut CZ einen wesentlichen Unterschied. China strebt nach einer vollständigen Kontrolle über seine Einwohner. Aufgrund dessen sei das Land sehr gut darin, Webinhalte zu sperren, die „Great Firewall“ würde allgemein akzeptiert.

Der Besitz von Bitcoin ist in China nicht illegal

Diesen Ansatz vermutet CZ, werde China auch für die Blockchain-Industrie versuchen zu implementieren. Insofern seien auch die Aussagen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu deuten, der das Potential der Blockchain erkannt hat, aber keinesfalls öffentliche Blockchains akzeptieren werde, die nicht unter der Kontrolle der chinesischen Regierung stehen.

Auf eine spätere Frage antworte Zhao allerdings auch, dass Bitcoin (BTC) in China keinesfalls verboten ist. Laut CZ habe sich seitdem, insbesondere in den vergangenen Monaten, in China nicht wirklich etwas geändert. So sei es weiterhin völlig legal Bitcoin in China zu besitzen. So gab es in der jüngeren Vergangenheit bereits Gerichtsurteile, in denen chinesische Bürger Bitcoin als Vermögenswert verloren haben.

Wie CZ berichtete, gab es bereits in 2013 erstmals eine Meldung seitens der chinesischen Regierung, dass Güter online nicht per Bitcoin gekauft werden dürfen bzw. deren Preis in Online Shops nicht in BTC angegeben werden darf. Im September 2017 setzte China Beschränkungen für den Handel an Kryptowährungsbörsen und das Verbot von der Durchführung von Initial Coin Offerings (ICOs) durch.

Seit 2015 sei China „Pro Blockchain“ und nicht „Pro Kryptowährungen. Durch die jüngsten Ankündigungen gab es einen Hype, der den Bitcoin Preis nach oben getrieben hat. Als die chinesische Regierung merkte, was sie ausgelöst hatte, so CZ, hat sie eine Klarstellung herausgegeben, die zum letzten Preis Crash von Bitcoin geführt hat.

In Bezug auf die jüngste Blockchain-Initiative sagte Zhao weiterhin, dass China die Technologie fördern will. Sie wollen, dass die Menschen sie genauso verstehen wie das Internet, um sie dann nutzen zu können. Auf diese Weise kann China die Blockchain-Technologie kontrollieren, so wie das Internet auch. Weiterhin steht für CZ fest, dass China keineswegs Kryptowährungen, wie Bitcoin und Ethereum nutzen möchte.

Wie es sich entwickeln wird, wissen wir noch nicht. Aber es fördert die Bildung in der Blockchain, es fördert die Technologieentwicklung, aber es ist ganz klar, dass es keine Kryptowährungen fördert. China will also kein Bitcoin oder Ethereum oder andere Coins verwenden. Das ist klar.

Binance hat keine Büros in China

Zhao bekräftigte erneut, dass Binance keine Büros in China habe. Seit dem Verbot von Kryptowährungsbörsen in China von September 2017, woraufhin Binance im Oktober 2017 das Land verlassen habe, unterhalte Binance kein einziges Büro mehr. Sowohl Binance Mitarbeiter, als auch er selbst, sind lediglich zu Geschäftsterminen und Konferenzen nach China eingereist.

Als CZ direkt auf die berichteten „Überfälle“ von Binance Büros in China angesprochen wurde, führte er aus (frei übersetzt):

Wir haben keine juristischen Personen in China. Es ist Binance technisch nicht möglich, ein Büro zu mieten. Also haben wir kein Büro. Wir haben sogar einige Investitionen in China getätigt. Wir haben ein Portfoliounternehmen, das Menschen in China beschäftigt. Zuletzt haben wir uns an einem Unternehmen in China beteiligt, das ebenfalls von Peking aus tätig ist. Sie haben Büros in China. Aber sie haben wirklich keine Beziehung zur Exchange Binance.

Das Büro, welches die Nachrichten verursacht hat, wird von einem ausgelagerten Kundendienstbüro genutzt, es ist kein Binance Büro. Es gab keine Polizeirazzia – das war ein schlechter, unverantwortlicher Journalismus.

Zhao’s Perspektive auf den digitalen Yuan

Auf die Frage nach der Einführung des digitalen Yuan sagte CZ, dass die Berichte in den Medien ebenfalls nicht ganz korrekt sind. Seiner Wahrnehmung nach strebt die chinesische Regierung eine digitale Währung an, die für Online Zahlungen verwendet werden kann. Es wird vermutlich aber keine Währung wie Bitcoin sein, die für alles verwendet werden kann. Er fügte auch hinzu, dass es noch nicht genügend Informationen gibt, um zu beurteilen, wie der digitale Yuan verwendet werden kann.

About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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