Ross Ulbricht will eigene Zeichnungen als NFTs vermarkten

  • Ross Ulbricht, der ehemals die kriminelle Organisation Silk Road im DarkNet betrieb, will jetzt eigene Handzeichnungen, die er für Kunst hält, als NFTs verkaufen.
  • Die Nachricht löste eine Diskussion über die Grenzen der Verwendung von NFTs und Ulbrichts  kontroversen Beitrag zur massenhaften Akzeptanz von Bitcoin aus.

Ross Ulbricht, der zu lebenslanger Haft verurteilte ehemailge Betreiber des nicht mehr existierenden Darknet-Marktplatzes Silk Road, hat mit der Ankündigung einer Auktion für seine NFTs für Aufsehen gesorgt.

Unter dem Titel „Ross Ulbricht Genesis Collection“ wurde der Verkauf auf seinem von Unterstützern betriebenen Twitter-Konto am 1. Dezember angekündigt. Das Set wird zwischen dem 2. und 8. Dezember auf dem Superare NFT-Marktplatz erhältlich sein. Es besteht aus 11 Handzeichnungen von Ulbricht, die verschiedene Phasen seines Lebens von der Kindheit bis zur Inhaftierung darstellen sollen. Auf ersten Zeichnungen sind Comicfiguren und Tiere abgebildet, die späteren sollen Szenen aus seiner Gerichtsverhandlung und persönliche Emotionen seit seiner Inhaftierung zeigen.

Ein Teil des Erlöses aus der Auktion soll einer Stiftung zugute kommen, die Ulbrichts Bemühungen um seine Freilassung unterstützt. Der Rest soll für die Gründung von „Art4Giving“ verwendet werden, einem von Spendern beratenen Wohltätigkeitsfonds, der sich der Linderung des Leids von Inhaftierten und ihrer Familien widmet.

Ross Ulbricht und die Krypto-Industrie

Im Oktober 2015 wurde Ulbricht wegen der Gründung und Betrieb des berüchtigten illegalen Silk-Road-Marktplatzes zu zweimal lebenslänglich und 40 Jahren Bundesgefängnis verurteilt. Die ab 2011 betriebene Plattform ermöglichte den anonymen Kauf von fast allem, was für Geld – in diesem Fall für Bitcoin – zu haben ist, insbesondere Waffen und Drogen. 2013 wurde Ulbricht verhaftet und die Website wurde stillgelegt. In den zwei Jahren, in denen Silk Road aktiv war, wurden Transaktionen im Gesamtwert von 1,2 Milliarden US-Dollar abgewickelt.

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Ulbrichts Unterstützer sind der Meinung, dass seine Verurteilung für ein gewaltfreies Verbrechen zu hart war, und setzen sich seit Jahren für seine Freilassung ein. Seine Fans hatten sich sogar für eine Begnadigung durch den damaligen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt.

Ulbrichts neuester Vorstoß hat in den Social Media widersprüchliche Reaktionen ausgelöst. Einige Leute sind gegen seinen jüngsten Schritt – insbesondere NFT-Kritiker – aber die Mehrheit unterstützt ihn.

Ein Skeptiker, der Gründer von bullbitcoin.com @francispouliot, sagte, er unterstütze Ulbricht. „Aber die Tatsache, dass dieses wahnsinnige und unmoralische NFT-Schneelballsystem jetzt völlig normal geworden ist, ist zutiefst beunruhigend.“ Ähnliche Kommentare folgten, mit @vladenhawk, der  twitterte,

„Die Schaffung von internationalen Drogen- und Waffenmärkten kann ich tolerieren. Aber bei NFTS ziehe ich die Grenze.“

Andere sagten, dass dieser Weg möglicherweise seine Fangemeinde beeinträchtigen könnte. Ein Befürworter, der Twitter-Nutzer Crypto Cobain und prominente Moderator von UpOnly TV, sagte, dass, obwohl einige Bitcoin-Maximalisten die Prägung von NFTs durch Ulbricht missbilligen, der Verurteilte maßgeblich dazu beigetragen habe, die frühe Bitcoin-Akzeptanz zu fördern.

„Dieser Mann sitzt lebenslang im Gefängnis und hat mehr für Bitcoin getan als alle selbsternannten Saubermänner zusammen.“

Die Verwendung von Bitcoin im Darknet verhalf der digitalen Währung zu einem frühen Durchbruch und brachte sie in die Mainstream-Medien. Diese Art der Nutzung brachte jedoch nicht nur Bitcoin, sondern Kryptowährung generell mit Kriminalität in Verbindung.

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