Bankenausschuss des US-Senats will detaillierte Berichte von Kryptobörsen über Stablecoins

  • Der Vorsitzende des Bankenausschusses des US-Senats hat von den Stablecoin-Emittenten mehr Transparenz gefordert.
  • Er hat den USDC-Emittenten Circle aufgefordert, bis zum 3. Dezember den Prozess der Prägung von Stablecoins und deren Funktionsweise zu erläutern.

Senator Sherrod Brown, der Vorsitzende des Bankenausschusses im US-Senat, will präzise Informationen über die Verwendung von Stablecoins. Er forderte deswegen von Stablecoin-Emittenten und -Börsen genaue Informationen darüber an, wie sie die Anleger vor den mit Krypto-Geschäften verbundenen Risiken schützen. Der Senator zeigte sich besorgt darüber, dass Verbraucher und Anleger die Funktionsweise von Stablecoins nicht vollständig verstehen und ist generell der Meinung, dass die Anleger zuwenig Wissen und Verständnis für die mit digitalen währungen verbundenen Risiken haben.

Er warf den Kryptounternehmen vor, äußerst komplizierte Bedingungen im Kleingedruckten zu verstecken. Weiter äusserte er erhebliche Bedenken hinsichtlich der „nicht einheitlichen Bedingungen, die für die Rücknahme bestimmter Stablecoins gelten“. Das unterscheide sie erheblich von den traditionellen Vermögenswerten, was sie noch verwirrender mache.

Persönlicher Brief an Circle

Unter Hinweis auf diese Bedenken schrieb der Bankenausschuss-Vorsitzende kürzlich einen Brief an den Zahlungsdienstleister Circle. Darin wies er darauf hin, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei anderen Krypto-Börsen möglicherweise nicht einheitlich sind. Der USD-Coin (USDC) von Circle ist nach dem USDT von Tether der zweitbeliebteste Stablecoin auf dem Markt. USDC gehört auch nach Marktkapitalisierung zu den zehn größten Kryptowährungen der Welt .

Außer an Circle schickte Brown ähnliches Schreiben an andere Kryptobörsen, darunter Coinbase, Binance.US, Gemini, Paxos, Trusttoken und Tether. Außer zu mehr Klarheit forderte er sie darin auch auf, den Prozess der „Prägung und Einlösung“ von Stablecoins zu erklären.

Der Senator bezieht sich bei alledem auf den Stablecoin-Bericht, der Anfang des Monats von der „President’s Working Group“ veröffentlicht wurde.  Dieser Bericht fordert die Regulierungsbehörden auf, die Ausgabe von Stablecoins auf Banken zu beschränken. Das soll geschehen vor dem Hintergrund, dass die Stablecoin-Emissionen von 30 Milliarden Dollar zu Beginn des Jahres 2021 auf jetzt über 130 Milliarden Dollar angestiegen sind. In dem Bericht heißt es: „Wenn wir nicht handeln, riskieren wir das Wachstum von Stablecoins ohne angemessenen Schutz der Kunden, des Finanzsystems und der Wirtschaft im Allgemeinen.“

In seinem Schreiben an Circle wies Senator Brown auch darauf hin, dass Stablecoins immer mehr Verbreitung finden. Ihre Bedeutung für Kryptotransaktionen mache es erforderlich, dass ein besseres Verständnis der grundlegenden Operationen und der Grenzen von USDC, dem gemeinsamen Token von Circle und Coinbase, vorhanden sind.

Der Senator hat Circle gebeten, den Prozess der Prägung zu beschreiben, der es den Kunden ermöglicht, USDC gegen Dollar zu erwerben. Er bat auch um zusätzliche Informationen über die Zahl der ausgegebenen Token und andere operative Bedingungen, um die Rücknahme von Stablecoins zu verhindern. Der Senator hat Circle eine Frist bis zum 3. Dezember gesetzt, auf seinen Brief zu antworten.

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