Bank von England: Krypto efordert keine über die vorhandene Überwachung hinausgehenden Maßnahmen

  • Die Bank von England ist der Auffassung, dass Kryptowährungen keine Bedrohung darstellen, die über die vorhandene Überwachung hinausgehende Maßnahmen erfordert.
  • Laut ihrem FSR-Bericht gibt es Anzeichen für ein wachsendes Krypto-Interesse von wichtigen Zahlungsdienstleistern und Banken.

Bitcoin wird schon lange mit Steuerhinterziehung, Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund haben Regulierungsbehörden darauf gedrängt, strenge Maßnahmen zu ergreifen, um seine Verwendung zu regulieren. Einige haben sogar das totale Verbot von digitalen Vermögenswerten aufgrund ihrer Bedenken gefordert. Allerdings hat die Bank von England mitgeteilt, dass Kryptowährungen keine Bedrohungen darstellen, die Maßnahmen über die aktuelle Überwachung hinaus erfordern. Unabhängig davon gab die Bank in ihrem Finanzstabilitätsbericht (FSR) zu, dass

„… die Preisvolatilität bestimmten Krypto-Assets ein gewisses Risiko birgt, das potenzielle Übertreibungen aufzeigen könnte.“

Der Bericht erwähnt weiter, dass der Krypto-Markt besteht weitgehend aus Kleinanlegern besteht, mit steigendem anteil institutioneller Investoren, die im Moment wenig Engagement zeigen. Der FSR gibt zu, dass die Krypto-Adoption in diesem Jahr sehr beeindruckend war. Laut dem FSR gibt es Anzeichen für ein wachsendes Krypto-Interesse von wichtigen Zahlungsdienstleistern und Banken, um die Verknüpfung zwischen traditionellen Finanzinstituten und Kryptos zu verbessern.

Der Gouverneur der Bank von England, Andrew Bailey, betonte seine Position, dass Krypto keinen intrinsischen Wert hat, und warnte die Investoren davor, dass sie ihr gesamtes Geld verlieren können.

„Aus institutioneller Sicht deutet nichts darauf hin, dass es sich um einen großen Teil des Bildes handelt, aber wir müssen es sehr genau beobachten, da es sich um eine sich schnell verändernde Landschaft handelt.“

Inflation in Großbritannien treibt institutionelle Krypto-Investitionen an

Trotzdem die Bank von England nicht beabsichtigt, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen, die über die Überwachung von Krypto-Assets hinausgehen, gab der stellvertretende Gouverneur Jon Cunliffe bekannt, dass sie den Markt sorgfältig auf mögliche Maßnahmen zum Schutz von Kleinanlegern beobachtet.

„Aus Sicht der Finanzstabilität ist der Punkt, an dem man handelt, der Punkt, an dem man denkt, nun ja, man hat ein Risiko, das sich zu kristallisieren beginnt.“

Vor kurzem wurde berichtet, dass jüngere Erwachsene in Großbritannien zwischen 18 und 35 Jahren stark in Bitcoin investiert haben. Interessanterweise könnte die wachsende Inflation in England viele andere institutionelle Investoren dazu zwingen, Bitcoin als Absicherung gegen die Inflation zu nutzen.

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Die Inflation stieg in vier aufeinanderfolgenden Monaten auf die höchste Rate seit drei Jahren. Sie erreichte in diesem Jahr 3 Prozent, bevor sie unter das Zielniveau fiel.

Der Chefvolkswirt von Capital Economics, Paul Dales, hat davor gewarnt, dass die Inflation am Ende des Jahres auf 4 Prozent ansteigen könnte

„Wir gehen davon aus, dass dieser Inflationsanstieg vorübergehend sein wird, was bedeutet, dass die Bank von England nicht mit einer Straffung der Geldpolitik reagieren wird.“

Das könnte die Nachfrage nach Bitcoin und anderen gut laufenden Kryptowährungen leicht ankurbeln, insbesondere bei institutionellen Anlegern.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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