- Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin warnt erneut vor Bitcoin: Er sei rein spekulativ und habe keinen inhärenten Wert.
- Doch ungeachtet der Skepsis der Bundesfinanzaufsicht nimmt auch in Deutschland die Nachfrage nach Bitcoin weiter zu.
Mark Branson, Vorsitzender der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin, hat auf dem Handelsblatt Banking Summit in Frankfurt erneut scharfe Kritik an Bitcoin geäußert.
Branson erklärte, dass BTC und Kryptowährungen so spekulativ wie eh und je seien und keinen inhärenten Wert hätten, ungeachtet des in den letzten Jahren beobachtetenAnstiegs der Investitionen von Institutionen und Privatpersonen. Er sei außerdem seit langem der Meinung, dass die anonyme Natur von Kryptowährungen sie besonders beliebt für das organisierte Verbrechen, Erpressung mit Ransomware und die Finanzierung von Terrorismus mache.
BaFin-Chef Mark Branson warnt vor Bitcoin und Kryptowährungen. 🇩🇪👀
Laut ihm ist die Anlageklasse mehr Casino als Investment und so spekulativ, wie zuvor. 🧐
Außerdem plädiert er dafür, dieses Paralleluniversum nicht unlimitiert wachsen zu lassen. 😳
👇https://t.co/MfInwbJys7— Blocktrainer (@blocktrainer) September 4, 2025
Branson hat seine Position nicht geändert, obwohl die USA Bitcoin-ETFs erlauben und Kryptowährungen auch bei klassischen Banken populär werden. Sparkassen in Deutschland haben bereits Pilotprojekte für Krypto-Brokerage-Dienste für Verbraucher durchgeführt – zum Mißmut der BaFin, die den Verbraucherschutz in Gefahr sieht.
Globaler Erfolg von Bitcoin stellt BaFin-Haltung infrage
Während die BaFin ihre Kassandrarufe wiederholt, sind die globalen Finanzmärkte damit befasst, Bitcoin einzuhegen und für sich nutzbar zu machen. BlackRocks Bitcoin-ETF erlebte die am stärksten frequentierte ETF-Einführung aller Zeiten, und CEO Larry Fink gab öffentliche Erklärungen ab, in denen er Bitcoin als legitime Anlage bezeichnete. Die USA gingen noch einen Schritt weiter, als Präsident Donald Trump sich für eine strategische Bitcoin-Reserve einsetzte, was den Bitcoin endgültig salonfähig machte.
Deutschland bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung: BaFin-Chef Branson befürchtet, ein besserer Bitcoin-Zugang über Banken würde das falsche Signal senden, Kryptowährungen seien eine sichere Investition. Er vergleicht den Sektor mit einem Spielkasino und warnt, die unregulierte Entwicklung dieses „Paralleluniversums“ bringe hohe Risiken mit sich, wenn sie nicht von Vorschriften begleitet wird.
Kritiker argumentieren jedoch, dass die Ablehnung von BTC aufgrund fehlender Geldflüsse seine einzigartige Rolle als zensurresistenter und nachweislich knapper digitaler Vermögenswert ignoriert. Im Gegensatz zu allen anderen Kryptowährungen ist Bitcoin durch seine 16-jährige Geschichte und seine wachsende institutionelle Präsenz zu einer eigenen Kategorie geworden.
Bitcoinkurs hält sich bei 112.000 Dollar
Trotz der Skepsis der deutschen Finanzaufsicht steht BTC derzeit knapp unter 113.000 Dollar. Händler weisen darauf hin, dass die technischen Niveaus stark sind. Analyst Mags merkte an, dass die EMA-Bänder von BTC bei 93.900 $ ein widerstandsfähiger Unterstützungsbereich sind, an dem der Preis viermal abprallte, seit er diesen Bereich verletzt hat.
Ein anderer Kommentator, Darkfost, erwähnte den Verkaufsdruck durch Langzeitinvestoren, stellte aber fest, dass die VDD-Indikatoren rückläufig sind. Wenn die Nachfrage anhält, kann BTC einen weiteren Kurssprung machen.

