Klage in Australien wegen irreführender Investitionswerbung erfolgreich

  • Ein australischer Krypto-Influencer schuldet einem Follower nun 370.000 Dollar, nachdem er ihn zu „Investitionen“ verleitet hatte, die sich nie auszahlten.
  • Der nun vermisste „Finfluencer“ wird außerdem beschuldigt, seine Follower in ein gefälschtes NFT-Projekt gelockt zu haben.

Ein australischer Krypto-Influencer wurde von einem seiner Follower wegen irreführender Investitionswerbung erfolgreich verklagt. Der „Finfluencer“ schuldet seinem Follower nun rund 370.000 US-Dollar, weil er ihn zu einer Reihe von Investitionen überredet hatte, die sich nie ausgezahlt haben.

Der Angeklagte, Alex Saunders, ist der Gründer von Nugget News, dem jetzt dunklen, kostenpflichtigen digitalen Medienkanal. Saunders hatte auf seinem Kanal mehrere Krypto-Fonds und Entwicklungsprojekte vorgestellt. ,ein Follower, Ziv Himmelfarb, erfuhr von Saunders Projekten, nachdem die beiden über den Facebook-Messenger miteinander kommuniziert hatten.

Danach, zwischen Februar und Mai dieses Jahres, schickte Himmelfarb Saunders drei Zahlungen. Dabei handelte es sich um fast 249.000 Dollar in Bitcoin und 107.000 in Ether, insgesamt etwa. Als sich die Investitionen jedoch nicht rentierten, forderte Himmelfarb vergeblich eine Rückerstattung, woraufhin er im August zivilrechtliche Schritte einleitete.

Krypto-Influencer verklagt wegen betrügerischem Geschäftsabschluss

Der Kläger behauptet, der Finfluencer habe ein „traditionelleres Anlageprodukt“ versprochen. Doch was er verkaufte, war in Australien nicht registriert, so Himmelfarb, und verletzte damit den bestehendn Anlagevertrag. Seitdem hat Saunders nicht mehr reagiert. Auch seine Konten in den Social Media sind seit Juli, kurz bevor Himmelfarb ihn verklagte, inaktiv.

Ein Krypto-Influencer, der von einem seiner Follower verklagt wird, ist der erste derartige Fall in Australien. Himmelfarbs Zahlung in Höhe von 365.000 US-Dollar wurde vom Gericht so berechnet, dass sie sein Kapital, die Zinsen und die Anwaltskosten umfasst. Sollte Saunders nicht innerhalb von 21 Tagen nach dem Urteil zahlen, kann der Kläger einen Antrag auf Konkurseröffnung stellen. Dadurch wird der Verkauf von Saunders‘ Vermögenswerten zur Rückzahlung an Himmelfarb erzwungen.

Saunders lancierte schon im November 2020 einen dubiosen NFT-Verkauf. Er gab 100 Sammlerstücke zu einem Preis von je 1 ETH – damals 520 Dollar, heute 3.800 – aus. Die NFTs sollten den Inhabern Zugang zu einem Nuggets News HQ gewähren, einem Ethereum-getriebenen digitalen Reich Decentraland. Wie der Krypto-Influencer auf Facebook mitteilte, würden die NFT-Käufer Zugang zu einem „pädagogischen, kollaborativen Arbeitsbereich in der virtuellen Realität“ erhalten, der mit digitalen Büros und einem Funktionszentrum ausgestattet sei. Polygonal Mind, die mit der Entwicklung des virtuellen Raums beauftragte Firma, wurde jedoch nie bezahlt. Im August sah sich Saunders mit einer Reihe von verärgerten NFT-Inhabern konfrontiert, die eine Rückerstattung forderten, wie die Australian Financial Review (AFR) berichtet.

Daniel Garcia, Geschäftsführer von Polygonal Mind, sagt, dass der Auftrag für Decentraland fertig war, aber Saunders den Starttermin immer wieder verschob. Später entdeckte das Unternehmen den Rest von Saunders Problemen und beschloss, das Projekt fallen zu lassen. Laut Garcia scheint Saunders seinen Ruf in einem Projekt, das ein sehr lukratives Krypto-Projekt hätte werden können, beschädigt zu haben.

„Ich glaube, dass er mit diesem legalen Geschäft eine Menge Geld hätte verdienen können, warum also all dieses zwielichtige Verhalten?“

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