Australien: Krypto-Regulierung per „Token-Mapping“

  • Die australische Regierung ist bestrebt, Lücken im bestehenden Rechtsrahmen zu schließen und gleichzeitig die berechtigten Interessen aller Krypto-Akteure zu berücksichtigen.
  • Das „Token-Mapping“ wird ein wichtiger Schritt sein, um die beträchtliche Wissenskluft zwischen politischen Entscheidungsträgern und Krypto-Akteuren zu überbrücken.

Drei Monate nach ihrer Wahl arbeitet die australische Regierung nunmehr auch an der Regulierung von Kryptowährungen, um mit den Entwicklungen Schritt zu halten und den Verbrauchern mehr Schutz zu bieten. Schatzmeister Jim Chalmers hat ein „Token-Mapping“ angekündigt, wie es im Untersuchungsbericht des Senats über „Australien als Technologie- und Finanzzentrum“ im letzten Jahr empfohlen wurde.

Die australische Labor Party (ALP), die seit drei Monaten regiert, arbeitet eifrig an diesem Vorhaben. Nach Schätzungen der Australian Taxation Party haben seit 2018 mehr als eine Million Steuerzahler mit digitalen Vermögenswerten in der ein oder anderen Weise zu tun gehabt.interagiert.

Für die Regierung hat das Token-Mapping Priorität, und es wird die erste Regulierungsmaßnahme in dieser Hinsicht sein. Token-Mapping soll dazu beitragen, zu ermitteln, wie Krypto-Assets und damit verbundene Dienstleistungen reguliert werden sollten. Außerdem hat die Regierung geplant, in Kürze ein Konsultationspapier zu veröffentlichen. Wie in der offiziellen Pressemitteilung zu lesen ist:

„Ziel ist es, bestehende Lücken im Rechtsrahmen zu ermitteln, die Arbeit an einem Lizenzierungsrahmen voranzutreiben, innovative Organisationsstrukturen zu prüfen, die Verwahrungspflichten für Drittverwahrer von Krypto-Vermögenswerten zu untersuchen und zusätzliche Verbraucherschutzmaßnahmen vorzusehen.“

In naher Zukunft wird sich das australische Finanzministerium auch mit anderen Empfehlungen befassen. Dazu gehört auch die Schaffung eines Lizenzierungsrahmens für Krypto-Asset-Dienstleister. Die Regierung ist sehr daran interessiert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Krypto-Verwahrung der Verbraucher zu schützen. Sie werden auch DAO-ähnliche Strukturen prüfen, die im Kryptobereich tätig sind.

Schatzmeister Chalmers sieht Regulierungsprobleme

In einer Erklärung des australischen Finanzministeriums teilte Schatzmeister Jim Chalmers mit, dass der Kryptosektor weitgehend unreguliert sei:

„Wie es aussieht, ist der Krypto-Sektor weitgehend unreguliert, und wir müssen etwas tun, um das richtige Gleichgewicht zu finden, damit wir neue und innovative Technologien annehmen können.“

Er fügte hinzu, dass trotz der Tatsache, dass in den letzten vier Jahren mehr als eine Million Steuerzahler Krypto-Assets genutzt haben, die Regulierung in den Hintergrund getreten sei und nur schwer mit dem wachsenden Krypto-Sektor Schritt halten könne.

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Vetreter der neuen Regierung äusserten, dass die vorherige Regierung mit Krypto-Regulierungen herumgespielt habe. Allerdings hätten sie dies über sekundäre Krypto-Dienstleister getan, „ohne wirklich zu verstehen, was da reguliert wird“. In einer Pressemitteilung heißt es:

„Die Regierung Albanese verfolgt einen ernsthafteren Ansatz, um herauszufinden, was sich im Ökosystem befindet und welche Risiken zuerst untersucht werden müssen.“

Wie kann das „Token-Mapping“ helfen?

Michael Bacina, Partner bei Piper Alderman, ist der Ansicht, dass das „Token-Mapping“ ein wichtiger Schritt sein wird, um die erhebliche Wissenlücke in punkto Kryptowährung bei Politikern zu schließen. Im Gespräch mit CoinTelegraph sagte Alderman:

„Australien ist im Bereich Blockchain derzeit überdurchschnittlich erfolgreich, aber wir haben gesehen, dass die regulatorische Unsicherheit dazu geführt hat, dass Unternehmen Australien verlassen haben.
Ein sinnvolles Token-Mapping, das den Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern hilft, die zu regulierenden Tätigkeiten und die Schnittstellen der Technologie mit diesen Tätigkeiten genau zu verstehen, sollte dazu beitragen, dass die Regulierung zweckmäßig ist und sowohl Innovation und Arbeitsplätze in Australien fördert als auch die Verbraucher schützt.“

Aaron Lane, leitender Dozent am RMIT Blockchain Innovation Hub, bedauert die Verzögerung der Regierung bei der Einführung von Regulierungsmaßnahmen:

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„Fortschritt ist Fortschritt – aber es ist enttäuschend, dass wir nicht weiter auf dem Weg zu mehr regulatorischer Sicherheit für die Industrie und mehr Schutz für die Verbraucher sind. Leider mussten sie sich mit einer Token-Mapping-Übung Zeit verschaffen, um sich auf den neuesten Stand zu bringen.“

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