Aus für IOTA und Stellar Lumens: Schwedens Zentralbank arbeitet mit Accenture für E-Krona Launch zusammen

  • Die schwedische Zentralbank hat bekanntgegeben, dass sie mit dem irischen Unternehmen Accenture zusammenarbeiten wird, um den Launch der E-Krona voranzutreiben.
  • Nach einem langen Bewerbungsprozess erhalten damit viele prominente Kandidaten, wie IOTA oder Stellar Lumens eine Absage.

Schweden arbeitet bereits seit einigen Jahren an der Entwicklung der E-Krona, welche die aktuelle Fiat-Währung langfristig ersetzen soll. Die Schwedische Zentralbank Riksbank hatte letztes Jahr einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich über 50 Unternehmen beteiligt haben. Unter den Bewerbern befanden sich ebenfalls IOTA und Stellar Lumens.

Riksbank kooperiert mit Accenture für weitere Entwicklung der E-Krona

Die schwedische Zentralbank möchte eine Plattform einrichten, auf der das Pilotprojekt zur weiteren Entwicklung der zentralbankgestützten E-Krona ausgerichtet werden kann. Während die Schweiz aktuell eine ablehnende Haltung gegenüber einer von einer Zentralbank ausgegebenen digitalen Währung vertritt, ist die Riksbank eine Partnerschaft mit dem irischen Unternehmen Accenture eingegangen.

Der Bericht führt aus, dass die Bargeldnutzung in Schweden in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist und deswegen eine neue Alternative entstehen soll, welche die Nutzung von Geld für die Bürger des Landes so einfach und bequem wie möglich gestaltet. Durch das Pilotprojekt will die Zentralbank weitere Erfahrungen sammeln, um die Entwicklung der E-Krona zu fördern (frei übersetzt):

Das Hauptziel des Pilotprojekts e-krona ist es, das Verständnis der Bank für die technologischen Möglichkeiten der e-krona zu erweitern.

Die Zusammenarbeit umfasst die Bereitstellung einer Testumgebung, auf welcher alle verbraucherorientierten Funktionen ausgetestet werden können. Dazu zählt z.B. die Möglichkeit rundum die Uhr mit dem Mobiltelefon zu bezahlen. Außerdem sollen Simulationen von Zahlungsdienstleistern, Einzelhandelsgeschäften und anderen Teilen des schwedischen Zahlungssystem abgebildet werden.

Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2020 mit der Möglichkeit diesen zu Verlängern. Jedoch beträgt die maximale Laufzeit insgesamt sieben Jahre. Bislang hat die Riksbank noch keinen Starttermin für die Lancierung der E-Krona bekanntgegeben.

Die schwedische Zentralbank beobachtet die derzeitigen Entwicklungen im Bereich der digitalen Währungen bereits seit längerer Zeit, sodass dieser Schritt eine logische Konsequenz aus den bisherigen Anstrengungen der Bank in diesem Bereich darstellt. Der Chef der Riksbank sieht in Facebook’s Projekt Libra einen Katalysator, der die Fortschritte aller Zentralbanken weltweit deutlich beschleunigt hat.

Europäische Zentralbank (EZB) diskutiert Lancierung des digitalen Euro

Wie wir bereits berichteten, hat die neue EZB Präsidentin gestern auf einer Pressekonferenz, ihre Pläne für die Entwicklung eines digitalen Euros vorgestellt. Christine Lagarde plant bis Mitte 2020 eine Task Force zu errichten, welche die Entwicklung eines digitalen Euros beschleunigen und die Zielsetzungen definieren soll.

Lagarde nannte Libra nicht beim Namen, jedoch ist sicherlich das Projekt von Facebook einer der ausschlaggebenden Gründe für die Lancierung dieser Taskforce. Sie beschreibt weiterhin, dass die Nachfrage nach Stablecoins steigt. Bitcoin bezeichnete sie hingegen als unwichtig (frei übersetzt):

Meine persönliche Überzeugung ist, dass wir angesichts der Entwicklungen, die wir sehen, nicht so sehr auf Bitcoin, sondern bei Stablecoin-Projekten achten sollten. […] Wir sollten besser der Zeit voraus sein, denn es gibt eine klare Nachfrage, auf die wir reagieren müssen.

Vor wenigen Wochen kündigte Francois Villeroy de Galha, Gouverneur der französischen Zentralbank, auf einer Pressekonferenz an, dass Frankreich das erste Land sein werde, dass mit einem Pilotprojekt den digitalen Euro austesten wird. Dabei werden zunächst nur Banken beteiligt und der Zugang für die normale Bevölkerung verwehrt.

Auch China wird früher als erwartet das Pilotprojekt zum Start des digitalen Yuan lancieren. Berichten zufolge wird die Zentralbank Chinas mit Tests bei Banken und anderen wichtigen Wirtschaftsunternehmen beginnen. Die zentralbankgestützte Digitalwährung wird mit Institutionen getestet, welche den digitalen Yuan in den Mainstream bringen sollen.

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Collin is a Bitcoin investor of the early hour and a long-time trader in the crypto and forex market. He's fascinated by the complex possibilities of blockchain technology and tries to make matter accessible to everyone. His reports focus on developments about the technology for different cryptocurrencies.

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