Analyst warnt: Bitcoin kann immer noch auf 13.000 Dollar abstürzen

  • Laut Ian Harnett zeigen frühere Krypto-Bullruns, dass Bitcoin in der Regel um 80 Prozent unter seinen vorherigen Höchststand fällt.
  • Die Kryptobranche ist derzeit nervös, da die Anleger mit den Auswirkungen von Zinserhöhungen und Liquiditätsproblemen der führenden Akteure kämpfen.

Ausgehend von früheren Krypto-Blasen kann Bitcoin auch noch tiefer fallen. Das ist jedenfalls die Ansicht des Chefs von Absolute Strategy Research Ian Harnett.

Bitcoin bei 13.000 Dollar?

Er warnte, dass Bitcoin um weitere 40 Prozent von seinem aktuellen Preis fallen könnte. Sollte das passieren, würde er bei 13.000 Dollar enden. Es sei wahrscheinlich, dass Investoren ihre Bitcoins sogar in dieser Preisregion noch verkaufen würden.

Harnett äußerte seine Meinung in einem Interview mit CNBC’s Squawk Box Europe am Dienstag. Er fügte hinzu, die Untersuchungen seines Unternehmens über die Preisentwicklung von Bitcoin zeigten, dass es sich um ein Liquiditätsspiel handele.

„Was wir herausgefunden haben, ist, dass Bitcoin weder eine Ware, noch eine Währung, noch ein Wertspeicher ist“, fügte Harnett hinzu. Er sagte auch, frühere Krypto-Blasen hätten bewiesen, dass Bitcoin in der Regel um 80 Prozent von seinem Höchststand abfällt. Zum Beispiel stürzte er 2018 auf 3.000 Dollar, obwohl er 2017 schon 20.000 erreicht hatte.

Harnett zufolge ist ein ähnlicher Rückgang auch in diesem Jahr wahrscheinlich. Daher können Investoren erwarten, dass der Kurs um die 13.000 Dollar fallen wird. Dieses Preisniveau stellt den wichtigsten Unterstützungsbereich für den Coin dar. Auf dem Höhepunkt der Krypto-Hausse im Jahr 2021 wurde Bitcoin bei etwa 69.000 Dollar gehandelt.

Harnett sagte weiter: „Die Bitcoins dieser Welt entwickeln sich normalerweise gut, wenn genügend Liquidität vorhanden ist. Wenn die Zentralbanken jedoch die Liquidität wegnehmen, wie sie es gerade tun, geraten die Märkte unter großen Druck.“

Spannungsreiche Krypto-Welt

In der Kryptowelt herrschen Spannungen, da die Anleger mit den Auswirkungen der gestiegenen Zinssätze zu kämpfen haben. Daher haben Vermögenswerte, die sich in der Zeit der lockeren Geldpolitik hervorragend entwickelt haben, jetzt zu kämpfen. Die US-Notenbank hat in der vergangenen Woche die Zinssätze um 75 Basispunkte erhöht.

Es ist die größte Zinserhöhung seit fast drei Jahrzehnten. Wie die US-Notenbank haben auch die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank ähnliche Schritte unternommen. Diese Zinserhöhungen haben den Kryptowährungen geschadet. Die Marktkapitalisierung ist allein in den letzten zwei Wochen um über 350 Milliarden Dollar gesunken. Bitcoin wurde am Mittwoch für 20.134 Dollar gehandelt, ein Minus von 5,5 Prozent in den letzten 24 Stunden. Seit Jahresbeginn verlor er 50 Prozent seines Wertes. Schon vor der Zinserhöhung der US-Notenbank in der vergangenen Woche hatte der Kryptomarkt nach dem Zusammenbruch des Terra-Netzwerks zu kämpfen. Der Zusammenbruch des Stablecoins (UST) und des nativen Tokens (LUNA) des Netzwerks führte zu einem Wertverlust von 60 Milliarden Dollar.

Selbst ehemalige Top-Player der Branche wie Three Arrows Capital und Celsius haben Liquiditätsprobleme. Grund ist der erhebliche Wertverlust eines derivativen Tokens, das im Verhältnis 1:1 gegen Ether eingelöst werden soll.

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