Analyst sieht harten Krypto-Winter kommen – mit Bitcoin unter 20.000 Dollar

  • Kryptoanalyst Joseph Edwards geht davon aus, dass Bitcoin unter 20.000 Dollar fallen wird, bevor es wieder aufwärts geht.
  • Edwards sagt, dass Altcoins sich auf das gleiche Schicksal vorbereiten sollten, auch wenn er einige der besten hervorhebt, in die man während des Rückgangs investieren kann.

Seit November letzten Jahres wurden mehr als ein Billion Dollar im Kryptomarkt vernichtet, und viele Analysten gehen davon aus, dass es noch mehr werden. Einer von ihnen ist Joseph Edwards, der Leiter der Finanzstrategie beim Krypto-Finanzunternehmen Solrise.

Im September sagte er dem Insider, dass Bitcoin, die Leitwährung Kryptomarktes,  ein „sehr negatives viertes Quartal“ zusteuere. Seine Gründe für die Prognose waren technischer Druck und makroökonomische und regulatorische Risiken. Als die Handelsvolumina einbrachen, prognostizierte Edwards einen Rückgang von Bitcoin auf 20.000 Dollar.

Nach der Genehmigung des ersten auf Futures basierenden Bitcoin-ETFs in den USA und dem Start des Taproot-Upgrades stieg Bitcoin jedoch am 10. November auf 69.000 Dollar. Zum Jahresende schloss er dann bei rund 47.000.

Jetzt, zwei Monate nach diesem Höchststand, hat Bitcoin fast 50% verloren und wurde gestern mit 36.479 Dollar gehandelt. Edwards kommentiert:

„Es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir uns jetzt in einer ausgewachsenen Baisse befinden, ein wenig später, als erwartet, aber so ist es eben mit Kryptos.“

Der Kryptomarkt hat die Talsohle noch nicht erreicht

Edwards geht davon aus, dass es in Zukunft zu längeren Abwärtsbewegungen kommen wird, mit vereinzelten kurzfristigen Erholungen. Derzeit ist ein kurzer Kursverlauf wahrscheinlich, da sich Bitcoin in Bezug auf den täglichen Relative Strength Indicator auf einem überverkauften Niveau befindet.

Viele Krypto-Händler sehen einen Kurs von 30.000 Dollar als ultimativen Tiefpunkt. Edwards hält das jedoch für ziemlich optimistisch und und sieht den Tiefpunkt zwischen 18.000 und 20.000 Dollar. Aber selbst bei einem 50%-Wertverlust würde Bitcoin immer noch über seinem Höchststand von 20.000 Dollar aus dem Jahr 2017 liegen, stellt er fest. Das zeige die zyklische Natur des Kryptomarktes mit neuen Höchstständen, gefolgt von einer Bereinigung der übermäßigen Spekulation.

„Wichtig ist, dass der Kryptomarkt weiter ansteigt, dass also die Tiefststände über den vorherigen Höchstständen liegen, und das wird wahrscheinlich so bleiben.“

Edwards weist darauf hin, dass es wahrscheinlich an der Zeit ist, zu kaufen, sobald die Risikokapitalgeber ihre Fundraising-Aktivitäten einschränken. Mehrere von ihnen haben in den letzten Wochen verstärkte Aktivitäten gezeigt. Beispiele dafür sind die Kryptobörse FTX, die vor kurzem eine 2 Milliarden Dollar schwere Venture-Tochter gegründet hat und Andreessen Horowitz, wo 4,5 Milliarden Dollar für neue Krypto-Investitionen ins Auge gefasst werden.

Altcoins, auf die man achten sollte

Edwards weist auch auf bestimmte Altcoins hin, bei denen Anleger zuschlagen könnten, sobald die Preise ihren Tiefpunkt erreicht haben. Dazu gehören Solana (SOL), Binance Coin (BNB), Uniswap (UNI) und Chainlink (LINK), die seiner Meinung nach alle einen langfristigen Nutzen haben. Diese Krypto-Assets haben in der vergangenen Woche zweistellige prozentuale Rückgänge erlebt, doch der Analyst glaubt, dass das Schlimmste noch bevorsteht. Die Trends dieser Münzen sind seien mit denen von Bitcoin gekoppelt.

Bemerkenswert ist, dass Solana kürzlich zum zweiten Mal in diesem Monat aufgrund von Bots ausfiel. Edwards, dessen Firma mehrere DeFi-Produkte auf dem Netzwerk aufgebaut hat, führt dies auf die Anfangsprobleme eines relativ neuen Netzwerks zurück.

Er rät dazu, Meme-Coins zu meiden, da sie „reine Spekulation sind“ und ihre Allzeithochs nicht wieder erreichen werden, wenn sich der Zyklus dreht.

Mehr zum Thema: Solana vermeldet bereits den zweiten Netzwerkausfall im neuen Jahr

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