Ex-Börsen-Chef prognostiziert 90% Absturz der Altcoins

  • Arthur Hayes, Gründer und EX-Chef der BitMEX-Börse, hält die Altcoins bei einem Einbruch des Kryptomarktes für am stärksten gefährdet
  • Die größte Abschreckung für den Markt, so Hayes, sei das Verhalten der Federal Reserve Bank

Der ehemalige BitMEX-Chef Hayes glaubt, dass ein Preisverfall auf dem Kryptomarkt andere Altcoins stärker treffen wird als Bitcoin oder sogar Ethereum. In einem Posting wies Hayes darauf hin, dass Altcoins um bis zu 90% von ihren aktuellen Kursen abstürzen könnten.

„Wenn ich glaube, dass Bitcoin in einem Zeithorizont von drei bis sechs Monaten unter 30.000 Dollar und Ethereum unter 2.000 gehandelt werden könnten, werde ich alle meine „Shitcoins“ abstoßen… die können nämlich in einem echten Krypto-Risikoumfeld um 75% bis 90% sinken.“

Außerdem äußerte sich die Hayes skeptisch gegenüber den sogenannten „Diamond Hands“ in der Kryptowelt. Das sind Anleger, die angeblich an Vermögenswerten festhalten und darauf warten, dass sie trotz Risiken und Verluste wieder an Wert gewinnen, komme was da wolle. Hayes glaubt jedoch, dass institutionelle Anleger überhaupt nicht zögern würden, ihre Kryptobestände abzustoßen, um Verluste zu minimieren. Hayes:

„Die glauben nicht an Satoshi Nakamoto und halten ihm nicht die Treue.“

Krypto und die Fed

Diese düstere Zukunft sei möglich, da die US-Notenbank ihre ablehnende Haltung gegenüber der Kryptoindustrie ständig zum Ausdruck bringe, so Hayes. Seiner Meinung nach ist das Engagement der Fed die größte Abschreckung für den Markt digitaler Assets. Er wies auf die Korrelation zwischen dem Wachstum der Fed-Bilanz und dem Bitcoin-Kurs hin. Und nun, da die Zentralbank ihre Anleihekäufe immer weiter zurückfährt, verliere das Prinzip  „Gelddruckerei“ an Boden. Die Besorgnis der vielen Warner, die Notenpresse hemmungslos rotieren zu lassen, war offenbar berechtigt, denn nun ist die Inflation da.

„Wenn die Geldmenge M2 in Kürze auf 0% fällt – und möglicherweise sogar negativ wird – ist die natürliche Schlussfolgerung, dass der Bitcoin, ohne ein asymptotisches Wachstum der Kundenzahl oder der über das Netzwerk abgewickelten Transaktionen wahrscheinlich auch extrem fallen wird.“

Die Geldmenge M2 umfasst alles Bargeld plus alle Sichteinlagen plus Einlagen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist bis zu drei Monaten. Ausgenommen davon sind Kassenbestände und Sichteinlagen im Eigentum von Banken.
Nun auf einmal sind Zentralbanken rund um den Globus entschlossen, die Inflation zu bekämpfen, die Hayes als Staatsfeind Nummer Eins bezeichnet.
„Die Dorfbewohner sind aufgewacht, weil die Kosten für Fleisch, Gemüse, ein Taxi, Miete und andere lebenswichtige Dinge schneller steigen als ihre Löhne,“ schreibt er.

Was nun?

Die strenge Haltung der Fed gegenüber Kryptowährungen könnte nachlassen, wenn die Inflation wieder unter 2% fällt, sagt Hayes. Er warnt jedoch davor, dass dies unwahrscheinlich ist. Im November 2021 lag sie in den USA bei 6,8%.
Hayes glaubt auch, dass die Zentralbank ihre Maßnahmen zurückfahren könnte, wenn die Inflation auf der Prioritätenliste vor den US-Kongresswahlen im November 2022 nach unten rutscht.
Derzeit dominieren am Kryptomarkt weiterhin rote Balken. Die aktuelle Situation in Kasachstan trägt dazu bei.

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