- IOTA-CMO Karen O’Brien beschreibt einen Neustart mit Move und Fokus auf Handel und Supply Chain.
- IOTA will Adoption vor den Tokenpreis stellen und setzt dabei auf ADAPT Africa sowie Rohstoff-Anwendungsfälle.
IOTA richtet sich nach dem strategischen Umbau neu aus und will zur Basisschicht für grenzüberschreitenden Handel und Lieferkettenprozesse werden. Karen O’Brien, seit Oktober 2025 CMO des Projekts, sagte im „Generation C“-Podcast von CoinDesk, IOTA denke weniger in kurzfristigen Marktzyklen – und stärker in staatlichen Rollouts und Industrieprojekten, mit Blick auf Afrika und ausgewählte Rohstoff-Use-Cases.
O’Brien beschreibt IOTA als Projekt mit zehn Jahren Krypto-Erfahrung, das sich technisch gerade neu erfindet, um neue Produktpfade zu öffnen.
„IOTA ist eine der OG-Chains – seit zehn Jahren am Markt. Und im Mai 2025 wurde die Entscheidung getroffen, im Kern auf eine Move-Architekturumzusteigen und sich in Richtung einer Layer-1 neu aufzustellen.”
IOTA setzt auf Handel statt Hype
Aus ihrer Sicht entsteht so eine Kombination aus Erfahrung aus frühen Zyklen und einem modernen Tech-Stack, der neue Anwendungen ermöglichen soll. Den Fokus begründet O’Brien nicht mit Hype, sondern mit einem sehr konkreten Problem in der Realwirtschaft.
„Ich glaube, globaler Handel und Supply Chain auf Blockchain ist eine der größten Chancen überhaupt. Es ist schwer, eine andere 35-Billionen-Dollar-Industrie zu finden, die heute noch so stark mit Papier, PDFs und E-Mail arbeitet. Für IOTA ist das ein riesiges Feld, in dem vieles noch nicht besetzt ist.“
Als wichtigstes Signal für reale Adoption hob O’Brien Move-Architektur hervor („Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade“). Die Initiative zielt darauf, in 55 afrikanischen Staaten digitale Handelsinfrastruktur auf Basis von IOTA aufzubauen – als Rückgrat für die African Continental Free Trade Area (AfCFTA).
„Wir entwickeln gerade mehrere bedeutende Partnerschaften – eine davon haben wir kürzlich in Afrika angekündigt. Es ist ein Partnerkonsortium, bei dem wir für 55 Länder bauen. Das ist riesig.“
Entscheidend sei dabei nicht nur die Zahl der Länder, sondern wer am Tisch sitze. Es gehe um hochkarätige Partner, die IOTA in Regulatorik, Behördenprozesse und Standards hineinbringen können, also genau dorthin, wo sich entscheidet, ob ein System skaliert.
Als weiteres Beispiel nannte O’Brien eine Zusammenarbeit mit Salus, die seltene Mineralien tokenisieren.
„Wir haben auch andere Partner an Bord, zum Beispiel Salus, die seltene Mineralien tokenisieren. Das ist aktuell ein heißes Thema. Was sie da bauen, ist wirklich interessant – auch wenn es nicht zwangsläufig den gleichen Hype auslöst wie Krypto-Themen, die kurzfristig direkt den Token treiben.“
O’Brien machte klar, dass die Token-Performance im Markt zwar relevant bleibt, sie aber nicht als Messlatte dienen soll.
„Ich werde oft gefragt, wie wir Erfolg messen, wenn nicht über den Tokenpreis. Natürlich würden wir den Tokenpreis gern steigen sehen, aber ich halte das nicht für getrennt davon, etwas Reales und Nachhaltiges zu bauen.“
Wichtiger seien Adoption, Vertrauen der Partner und die Konsistenz, mit der IOTA über Zeit liefert. Zum Schluss verwies O’Brien auf das kürzlich veröffentlichte IOTA Manifesto von Mitgründer Dominik Schiener, das als Referenz für Policy-Maker, Partner und Journalisten gedacht sei.
🟣 IOTA News — 🌟 Today’s featured guest is Karen O’Brien (@bondjanebond), CMO of IOTA, on CoinDesk’s Generation C podcast by @CoinDesk.
The thesis is clear: the crypto hype cycle is burning out, and a new phase is emerging where real infrastructure, institutional credibility,… pic.twitter.com/CPGFyOE7CT— Salima (@Salimasbegum) January 28, 2026

