Aave will Fantom-Integration wegen Sicherheitsbedenken unterbinden

  • Ein Vorschlag der Verwaltung des Defi-Protokolls zielt darauf ab, den Aave V3 Fantom Markt von jeglichen neuen Einlagen und Krediten auszuschließen.
  • Die Funktionen des Aave-Sicherheitsmoduls greifen beim V3-Fantom Markt nicht, was ein hohes Risiko birgt, dass die vorhandenen Mittel vollständig aufgebraucht werden.

Aave ist derzeit der weltweit populärste dezentrale Peer-to-Peer-Darlehensdienst. Kunden können entweder Zinsen verdienen, indem sie Geld einzahlen oder Geld leihen, das von anderen Kunden eingezahlt wurde.

Angesichts der massiven Angriffe auf DeFi-Bridge-Protokolle in den letzten Monaten wurden jedoch nun bei Aave Schritte zur Risikominimierung eingeleitet. Im jüngsten Governance-Vorschlag wird empfohlen, alle Fantom-basierten Integrationen auszusetzen. Fantom ist ein auf Geschwindigkeit optimiertes Proof-of-Stake (PoS) Layer-1-Blockchain-Netzwerk.

Der Vorschlag der Verwaltung sieht ein Einfrieren des Aave V3 Fantom-Marktes vor. Dies würde den bestehenden Kunden ermöglichen, ihre Schulden zurückzuzahlen und sich zurückzuziehen. Allerdings würden neue Einzahlungen und weitere Kreditaufnahmen blockiert. Unter Berufung auf die beiden jüngsten DeFi-Bridge-Exploits von Harmony und Nomad überdenkt die Aave-Community die Risiken der Aufrechterhaltung eines aktiven Aave V3-Marktes auf Fantom.

Kein funktionierendes Sicherheitsmodul

Mit einer aktuellen Marktgröße von 9 Millionen Dollar hat der Fantom Aave V3 Markt keine nennenswerte Zugkraft gewonnen. Außerdem hat er eine offene Kreditaufnahmeposition von nur 2,4 Millionen Dollar, während er durchschnittlich 300 Dollar an Gebühren pro Tag für das Protokoll generiert.

Die Liste der Netzwerke, in denen Aave verfügbar ist, umfasst Fantom, Avalanche, Optimism und Polygon. Die Integration in all diese Blockchains basiert hauptsächlich auf Bridges.

Nur um die Marktgröße von Fantom Aave V3 zu verdeutlichen: Aave auf Ethereum bringt derzeit 327.000 Dollar pro Tag ein und auf Avalanche 133.366 Dollar pro Tag.

Ein weiteres Problem des Fantom V3 Marktes ist, dass es nicht vom Aave Safety Modul unterstützt wird. Somit kann jeder Ausfall der Main-Bridge zu Fantom das Vermögen vollständig aufzehren. In der offiziellen Ankündigung des Vorschlags zur Aussetzung der Kundenaktivitäten heißt es:

„Dieser Vorschlag sieht vor, dass der Aave Guardian alle Reserven auf dem Aave V3-Markt auf Fantom einfriert. Diese Maßnahme würde die Kunden schützen, indem sie die Möglichkeit der Einzahlung oder Ausleihe von Vermögenswerten auf dem Aave V3 Markt auf Famtom unterbindet, während die Rückzahlung von Schulden, Liquidationen, Abhebungen und Änderungen der Zinssätze weiterhin möglich sind. Das Einfrieren der Reserven beeinträchtigt nicht die direkten Übertragungen auf einen der aToken-Verträge.“

Gründe für den Vorschlag

Das unausgewogene Chancen-Risiko-Verhältnis bei der Beibehaltung des Aave V3-Marktes auf Fantom war die eigentliche Motivation für diesen Vorschlag. In der Ankündigung heißt es:

„Das Risiko, dass die Nutzer möglicherweise Millionen Dollar aufgrund von Ursachen außerhalb der eigentlichen Aave-Sicherheit verlieren, ist die 30 Dollar an täglichen Gebühren, die der Aave-Kasse zufließen, nicht wert. Das Risiko, so gering es sein mag, überwiegt die Vorteile der Aufrechterhaltung des Aave V3 Marktes auf fantom.“

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