36% der britischen Krypto-Anleger wissen wenig bis nichts von der Krypto-Branche

  • Nur 21 Prozent der britischen Krypto-Investoren hatten vor der Investition „gute“ Kenntnisse des des Krypto-Sektors.
  • Die Anleger wurden durch immense Kurssprünge, Zuspruch von anderen und die Angst, etwas zu verpassen, motiviert.

In den letzten fünf Jahren sind Krypto-Investoren weltweit auf dem Vormarsch. Einer von acht Erwachsenen in Großbritannien hat in diesem Zeitraum mindestens eine Kryptowährung gekauft. Das zeigen Daten der Behavioral Finance-Experten von der Oxford Risk Organisation. Schockierenderweise wussten 36% der Anleger wenig oder nichts über den Krypto-Sektor, als sie kauften.

Selbst nach dem Kauf und dem Halten der Kryptowährungen bleibt das Wissen von etwa einem Viertel der Investoren unverändert. Nur 21% gaben an, vor der Investition „gute“ Kenntnisse über den Krypto-Sektor gehabt zu haben. Diese Zahl stieg auf nur 33% Prozent bei denjenigen, die nach dem Kauf mehr über die Branche gelernt haben.

Der Leiter von Oxford Risk, Greg B Davies, kommentierte:

„Problematisch ist, dass zu viele Menschen blind kaufen, ohne zu wissen, was sie tun und dass sie durch steigende Preise und Gleichgesinnte, von denen sie ermutigt werden, zu kaufen, beeinflusst werden… Es ist besorgniserregend, wenn Menschen erhebliche Beträge in Kryptowährungen investiert haben und nicht verstehen, was sie gekauft haben.“

Viele Krypto-Anleger handeln aus dem Herdentrieb …

In den letzten zehn Jahren sind Tausende von Kryptowährungen aufgetaucht und die meisten sind gescheitert. Nur wenige dominieren sowohl nach Marktkapitalisierung als auch nach Beliebtheit den Markt. Dazu gehören Bitcoin – allen voran – Ethereum, Tether, Binance Coin und Cardano.

Motiviert durch die immensen Preissprünge, haben sich viele Menschen auf Kryptowährungen eingelassen, in der Hoffnung, über Nacht reich zu werden. Dieses Verhalten wurde angeheizt durch die Angst, die finanzielle und technologische Entwicklung zu verpassen.

Allerdings erschüttern regelmäßig massive Preisschwankungen den Markt. Der Bitcoin-Kurs beispielsweise hatte im April dieses Jahres einen Kurs von 65.000 Dollar. Doch nach Elon Musks Schlechtreden der Münze und den chinesischen Anti-Mining-Aktionen stürzte Bitcoin in nur einem Monat auf 30.000 ab. Ähnlich war es mit Ethereum, das auch 50% verlor und von 4.000 auf 2.000 Dollar fiel.

Zusätzlich ließ die Beschlagnahmung eine in Bitcoin gezahlten Lösegelds durch das FBI die Kryptopreise weiter fallen. Die chinesischen Vorschriften wurden noch strenger und verboten das Krypto-Mining komplett, um soziale Destabilisierung und finanzielle Risiken einzudämmen – angeblich. Die neuen Regeln würden auch den Wettbewerb um den digitalen Yuan der Zentralbank einschränken.

In letzter Zeit haben negative Bitcoin- und Ethereum-Analysen chinesische Miner dazu veranlasst, ihr Mining-Equipment auf dem Gebrauchtmarkt abzusetzen. Diese Kehrtwende ist beachtlich, da das Land letztes Jahr noch der größte Bitcoin-Produzent der Welt war, mit 65% Marktanteil

Das größere Bild

Die Oxford-Risk-Studie zeigt, dass ein Drittel der britischen Investoren nicht mehr an einen zukünftigen Preisanstieg von Kryptowährungen glaubt, während ein Viertel optimistisch bleibt und die Hälfte unsicher ist, was die Zukunft angeht.

Die Fintech-Firma Ziglu gibt an, dass 5% Prozent der Anleger mehr als 10.000 britische Pfund – die höchste Kapitalstufe – ausgegeben haben, um kleine Beträge zu erwerben, nur „um zu sehen, was passiert“. Ein Viertel hat 100 Pfund oder weniger investiert und die Hälfte hat weniger als 500 Pfund ausgegeben.

Außerdem beabsichtigt immer noch jeder fünfte Erwachsene, in Kryptowärung zu investieren oder seinen Bestand im nächsten Jahr zu erhöhen.

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A financial analyst who sees positive income in both directions of the market (bulls & bears). Bitcoin is my crypto safe haven, free from government conspiracies. Mythology is my mystery! "You cannot enslave a mind that knows itself. That values itself. That understands itself.”

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